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Ein richtiges Urteil, das niemanden freut

Der Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann ist mit einem Freispruch zu Ende gegangen. Was ist davon zu halten? Ein Kommentar von Redaktion Tamedia-Gerichtsreporter Vincenzo Capodici.

Johann Schwenn erhebt nach dem Urteil schwere Vorwürfe gegen das Mannheimer Gericht. (31. Mai 2011)
Johann Schwenn erhebt nach dem Urteil schwere Vorwürfe gegen das Mannheimer Gericht. (31. Mai 2011)
Keystone
Kolumnistin Alice Schwarzer prangert das «frauenfeindliche Justizsystem» an.
Kolumnistin Alice Schwarzer prangert das «frauenfeindliche Justizsystem» an.
Reuters
Sabine W. – hier mit einer Buchbotschaft zu Kachelmann – hat im Oktober an vier Tagen vor dem Mannheimer Landgericht ausgesagt. Sie wurde mehr als 20 Stunden befragt.
Sabine W. – hier mit einer Buchbotschaft zu Kachelmann – hat im Oktober an vier Tagen vor dem Mannheimer Landgericht ausgesagt. Sie wurde mehr als 20 Stunden befragt.
Keystone
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Endlich. Nach 44 teils turbulenten Prozesstagen, der Befragung von über 30 Zeugen und den Vorträgen von zehn Gutachtern hat das Landgericht Mannheim sein Urteil gesprochen. Jörg Kachelmann konnte das Gericht als freier Mann verlassen. Trotzdem: Was in der Nacht auf den 9. Februar 2010 zwischen dem 52-jährigen Wettermoderator und Sabine W. passierte, bleibt ungeklärt. Und wird es wohl immer bleiben. Wie der Gerichtsvorsitzende Michael Seidling bei der Urteilseröffnung erklärte, sind dem menschlichen Erkenntnisvermögen Grenzen gesetzt. Im Zweifel für den Angeklagten – so lautete das folgerichtige Urteil.

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