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«Die Jungen haben sich noch besser gehalten als wir Alten»

Der chilenische Bergmann Victor Segovia, der als «Schriftsteller» unter den verschütteten 33 Bergleuten bekannt wurde, hat in einer deutschen Zeitschrift die Verzweiflung der Männer unter Tage geschildert.

Der Showman unter den Bergleuten will an das grosse Geld: Mario Sepúlveda nach seiner Rettung.
Der Showman unter den Bergleuten will an das grosse Geld: Mario Sepúlveda nach seiner Rettung.
Keystone
Posieren in Bademänteln und Anzug: die geretteten Kumpel mitdem chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera (mit Krawatte).
Posieren in Bademänteln und Anzug: die geretteten Kumpel mitdem chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera (mit Krawatte).
Reuters
Mit Sonnenbrille gegen das grelle Licht: Juan Illanes.
Mit Sonnenbrille gegen das grelle Licht: Juan Illanes.
Keystone
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«Immer wieder hat irgend einer geweint. Auch ich», berichtete Segovia im deutschen Magazin «Stern». Weiter erzählte der 48-Jährige: «Die Jungen haben sich noch besser gehalten als wir Alten. Vielleicht auch, weil wir ja besser wussten, was uns drohen könnte.» In den ersten Minuten nach dem Einsturz ihrer Grube habe keiner ein Wort gesagt. «Die Jungen, weil sie ja gar nicht wussten, was ihnen drohte. Und wir Älteren, weil wir niemandem Angst machen wollten», sagte Segovia.

Erst nach zwei Tagen machten sich die Männer schliesslich auf, um die Mine zu erkunden und einen Ausgang zu suchen. «Es war aussichtslos. Irgendwann stand man wieder vor einer Wand aus Fels», erzählte Segovia. In der Gruppe habe sich dann schnell eine Hierarchie gebildet. Schichtleiter Luiz Urzua habe allerdings die meiste Zeit geschwiegen. Die Chefrolle habe der 40-jährige Mario Sepulveda übernommen. «Wir alle waren froh, dass da überhaupt jemand die Initiative übernommen hat», sagte Segovia.

Er selbst habe ziemlich früh angefangen, sein Tagebuch zu führen, erzählte Segovia. Hoffnung auf eine Rettung habe er dabei wenig gehabt. «Ich habe fest daran geglaubt, dass ich sterben werde. Und ich habe mir gewünscht, dass es einfach so im Schlaf passiert», zitiert der «Stern». An Segovias Tagebuch über die 69-tägige Gefangenschaft sind laut dem Bericht gleich mehrere Verlage interessiert.

SDA

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