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Deutscher Tourist in Mali erschossen

In der Stadt Timbuktu haben bewaffnete Männer drei Europäer verschleppt. Ein vierter wurde erschossen, als er sich weigerte ins Auto der Entführer zu steigen.

Bewaffnete Männer haben in Mali einen deutschen Touristen getötet und zwei Europäer verschleppt. Der Fremdenführer Ali Maiga sagte am Samstag, der Deutsche sei bei dem Entführungsversuch am Freitag in Timbuktu ums Leben gekommen. Drei Männer aus den Niederlanden, Südafrika und Schweden seien mitgenommen worden. Erst am Donnerstag wurden zwei Franzosen in der malischen Stadt Hombori entführt.

Der Überfall ereignete sich nach Angaben der Behörden in einem Restaurant in Timbuktu. Maiga wurde Augenzeuge der Tat. Er sagte, der Südafrikaner besitze auch einen britischen Pass.

Bei dem Toten habe es sich um einen älteren Mann gehandelt, hiess es aus Behördenkreisen. Er sei erschossen worden, als er sich geweigert habe, in das Fahrzeug der Entführer zu steigen. Timbuktu ist eine ehemals bei Touristen beliebte Stadt, von deren Besuch inzwischen auch das Auswärtige Amt abrät.

Reisewarnung für die Region

Vor Reisen in die nördlichen und nordöstlichen Gebiete Malis werde ausdrücklich gewarnt, erklärt das Auswärtige Amt auf seiner Website. Zu den genannten gehöre auch die gesamte Verwaltungsregion Timbuktu einschliesslich der Stadt Timbuktu und der Gebiete südlich des Niger-Flusses, heisst es dort.

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wachse die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchten derzeit gezielt nach Ausländern, um sie zu entführen. So sei es in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien in jüngster Zeit zu Entführungen gekommen. «Wirksame Gegenmassnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab», erklärt das Auswärtige Amt. «Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen.

dapd/kpn

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