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Der Todespfleger

Charles Cullen tötete in den USA rund 400 Patienten. Ein Buch schildert nun die Umstände. Mehrere Topspitäler, in denen Cullen arbeitete, schöpften Verdacht, schwiegen aber aus Angst um ihren Ruf.

Thomas Widmer
Gerne arbeitete er nachts: Serienmörder Charles Cullen 2003, damals 43-jährig, vor Gericht.
Gerne arbeitete er nachts: Serienmörder Charles Cullen 2003, damals 43-jährig, vor Gericht.
John Wheeler

Das Saint-Barnabas-Spital im US-Bundesstaat New Jersey hat eine renommierte Abteilung für Verbrennungen. Der Alltag dort ist ein Albtraum. Verbrannte Glieder schwellen an, blähen sich grotesk auf, drohen zu platzen, was der Chirurg mit Schnitten verhindert.

Charles «Charlie» Cullen landet gleich nach der Pflegeausbildung in der «Burn Unit». Deren Team wendet eine Formel an, um das Todesrisiko eines Patienten zu bestimmen: Jeder grössere verbrannte Körperteil zählt neun Punkte, dazu addiert man das Alter des Patienten. Hat ein Fünfzigjähriger einen verbrannten Rücken und ein verbranntes Bein, so wird er mit einer Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent sterben.

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