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Der Jahresrekord ist gebrochen

Noch nie war es dieses Jahr so heiss wie am Montagnachmittag in Sitten: Das Thermometer kletterte dort auf 36 Grad. Der absolute Schweizer Hitzerekord bleibt aber unangetastet.

Bei uns herrschen Rekordtemperaturen: Ein junger Mann springt in die Limmat bei Zürich. (17. August 2012)
Bei uns herrschen Rekordtemperaturen: Ein junger Mann springt in die Limmat bei Zürich. (17. August 2012)
Keystone
In Basel, St. Gallen und Lugano sanken die Temperaturen von Sonntag auf Montag nicht unter 20 Grad: Teenager springt vor dem «Jet d'Eau» in den Genfersee. (18. August 2012)
In Basel, St. Gallen und Lugano sanken die Temperaturen von Sonntag auf Montag nicht unter 20 Grad: Teenager springt vor dem «Jet d'Eau» in den Genfersee. (18. August 2012)
Keystone
Am Sonntag stieg das Thermometer in Rom auf 38 Grad Celsius. Ein Kind erfrischt sich in einem Brunnen. (18. August 2012)
Am Sonntag stieg das Thermometer in Rom auf 38 Grad Celsius. Ein Kind erfrischt sich in einem Brunnen. (18. August 2012)
AFP
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Die derzeit herrschende Hitzewelle hat für einen neuen Jahresrekord gesorgt. In Sitten sind heute Nachmittag 36 Grad gemessen worden, wie SF Meteo mitteilte.

Der bisherige Jahreshöchstwert stammte vom 30. Juni, gemessen in Bad Ragaz SG mit 35,8 Grad. Der absolute Schweizer Hitzerekord dürfte auch in den nächsten Tagen unangetastet bleiben. Am 11. August 2003 wurden in Grono im Bündner Südtal Misox 41,5 Grad gemessen.

In den Bergen wird es wieder kühler

Grono ist gemäss Angaben von Meteo Schweiz mit einer mittleren Jahrestemperatur von 11,7 Grad auch der wärmste Ort der Schweiz. Die Wetterstation Grono liegt an einem Sonnenhang auf 382 Metern über Meer.

Gegen Abend gab es in den Bergen erste heftige Gewitter. Zunächst entluden sie sich im südlichen Wallis und im Berner Oberland, dann bildeten sich neue Zellen im Emmental und über den Bergen der Zentralschweiz, wie SF Meteo mitteilte.

Im Laufe des Abends zogen die Gewitter zum Teil auch ins Mittelland. In Adelboden, an der Grimsel und im Emmental gingen in kurzer Zeit je rund 20 Millimeter Regen nieder. Am Napf wurden in einer einzigen Stunde fast 800 Blitze gezählt, rund um die Stadt Luzern waren es 616.

Abkühlung erst am Wochenende

Die Hitzewelle ist nach den Rekordwerten von heute Montag noch nicht vorbei. Erschwerend kommt in den kommenden Tagen eine hohe Luftfeuchtigkeit dazu. Diese führt dazu, dass selbst Temperaturen unter 30 Grad noch als sehr heiss empfunden werden.

Der sogenannte Hitzeindex besagt, dass sich 30 Grad bei 50 Prozent Luftfeuchtigkeit wie 31 Grad anfühlen. Bei 70 Prozent Luftfeuchtigkeit ergibt sich ein Wert von 36 Grad und bei 90 Prozent gibt es gefühlte 41 Grad.

Von einer richtigen Abkühlung kann gemäss der Mitteilung von SF Meteo erst am Wochenende gesprochen werden, wenn von Nordwesten deutlich kühlere Luft in die Schweiz gelangt.

Flüsse und Seen laden zum Bade

Die Hitze hat die Schweizer Gewässer in den letzten Tagen stark aufgeheizt: Selbst Fliessgewässer weisen angenehme Badetemperaturen auf, wie Informationen des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) entnommen werden kann.

In der Aare bei Bern wurden 22,5 Grad gemessen. Bei Klingnau AG vor dem Kraftwerk waren es sogar 24,8 Grad. Im Rhein bei Rheinfelden AG wurden 23,5 Grad angezeigt und in der Reuss bei Mellingen AG 24,1. In der Thur bei Andelfingen ZH waren es sogar 24,8 Grad, in der Broye bei Payerne VD 25,5 Grad.

Luganersee 27 Grad warm

Noch höhere Temperaturen weisen stehende Gewässer auf. Laut Angaben von MeteoNews wurde im Luganersee eine Wassertemperatur von 27 Grad registriert, der benachbarte Lago di Maggiore war 26 Grad warm. Auf 25 Grad stiegen die Wassertemperaturen im Bieler-, Genfer- , Greifen-, Murten-, Zuger- und Zürichsee. Der Brienzersee mit seinen Schmelzwasserzuflüssen erwärmte sich lediglich auf 21 Grad.

Mit den höchsten Badetemperaturen können die Freibäder aufwarten. Gemäss der Website von Schweiz Tourismus weisen viele Pools Temperaturen von 30 Grad und mehr auf.

Um die 40 Grad in Deutschland und Frankreich

In Deutschland und Frankreich haben die Temperaturen am Wochenende die 40-Grad-Marke erreicht. In Montgivray im zentralfranzösischen Départment Indre wurden nach Angaben des Wetterdienstes am Samstag 42,3 Grad gemessen. Das ist der höchste Wert in der Nordhälfte des Landes seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch Deutschland erlebte gestern mit Sahara-Hitze von fast 40 Grad den heissesten Tag des Jahres. Spitzenreiter waren laut Meteomedia Göllheim in Rheinland-Pfalz mit 39,2 Grad und Dillingen an der Saar mit 39,1 Grad.

In Frankreich wurden ungute Erinnerungen an den Hitzesommer 2003 wach. Damals starben fast 15'000 Menschen, vor allem ältere. Seitdem sind in Frankreich neue Regeln und Notfallpläne aufgestellt worden. Bislang scheint man die Situation dieses Mal im Griff zu haben.

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