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«Den Islam nicht mit Gewalt identifizieren»

Religion sei nicht die treibende Kraft hinter Gewalttaten, sagte Papst Franziskus. Er warnte davor, islamistischen Terror mit dem Islam gleichzusetzen.

«Auch Katholiken begehen Verbrechen»: Der Papst bei seinem Polen-Besuch. (28. Juli 2016)
«Auch Katholiken begehen Verbrechen»: Der Papst bei seinem Polen-Besuch. (28. Juli 2016)

Papst Franziskus hat nach dem islamistischen Anschlag auf eine katholische Kirche in Nordfrankreich davor gewarnt, den Islam mit Gewalt gleichzusetzen. «Ich mag nicht von islamistischer Gewalt sprechen», sagte das Oberhaupt der Katholiken am Sonntag.

Auch Katholiken würden Verbrechen begehen. Er lese jeden Tag in den Zeitungen von Gewalttaten in Italien, «und das sind getaufte Katholiken, es sind gewalttätige Katholiken», sagte Franziskus auf dem Flug vom Weltjugendtag in Krakau nach Rom. «Ich glaube, es ist nicht richtig, den Islam mit Gewalt zu identifizieren.»

Religion nicht treibende Kraft von Gewalt

In jeder Religionsgruppe gebe es eine kleine Gruppe Fundamentalisten. Nicht alle Muslime seien gewalttätig, und nicht alle Katholiken. Franziskus betonte, dass die Religion seiner Ansicht nach nicht die treibende Kraft hinter Gewalttaten sei.

Junge Menschen wendeten sich dem «Terrorismus» zu, wenn «sie keine anderen Optionen haben», sagte er. «Wie viele unserer jungen Europäer haben wir ohne Ideale zurückgelassen, ohne Arbeit, so dass sie sich Drogen und Alkohol zuwenden und bei fundamentalistischen Gruppen mitmachen?», fragte der Papst.

Franziskus hatte sich seit Mittwoch in Polen aufgehalten. Am Sonntag hatte er die Abschlussmesse zum Weltjugendtag nahe der polnischen Stadt Krakau gelesen.

SDA/chi

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