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«Das waren gut 20 Sekunden Hölle»

Heftige Turbulenzen haben auf zwei Flügen über den USA und Japan mindestens 14 Menschen verletzt und an Bord der Maschinen für Panik gesorgt. Viel Glück hatte ein Baby, das durch die Luft geschleudert wurde.

Acht Personen wurden nach dem Zwischenfall über Japan ins Spital gebracht: Eine Boeing 747-400 der Cathay Pacific. (Archiv)
Acht Personen wurden nach dem Zwischenfall über Japan ins Spital gebracht: Eine Boeing 747-400 der Cathay Pacific. (Archiv)
Richard A. BROOKS, AFP

Heftige Turbulenzen haben auf zwei Flügen über den USA und Japan mindestens 14 Menschen verletzt und an Bord der Maschinen für Panik gesorgt. Beide Flugzeuge waren in den USA gestartet.

Die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific erklärte, neun Personen an Bord einer Boeing 747-400 seien am Dienstag verletzt worden, als die Maschine auf dem Weg von San Francisco nach Hongkong über Japan in schwere Turbulenzen geraten sei. Zwei Mitglieder der Crew und sechs Passagiere hätten nach der Landung in Hongkong in Krankenhäuser gebracht werden müssen. Insgesamt waren 321 Passagiere und 21 Besatzungmitglieder an Bord.

Ein Passagier berichtete einem lokalen Fernsehsender, dass die Turbulenzen etwa zwei Minuten gedauert hätten. Fluggäste seien durch die Kabine geschleudert worden, es habe sich angefühlt wie in einer Achterbahn.

Fünf-Sekunden-Fall in die Tiefe

Auf einem US-Inlandsflug wurden drei Besatzungsmitglieder sowie zwei Passagiere verletzt. Die Maschine der United Airlines war am Montag auf dem Weg von Denver nach Montana, als es zu dem Vorfall kam, wie die US-Luftfahrtbehörde erklärte.

«Das waren gut 20 Sekunden Hölle», berichtete der Passagier Ejay Old Bull später. «Was die Leute wirklich verletzt hat und wo alle in Panik geraten sind, war der Augenblick, in dem sich das Flugzeug auf die rechte Seite gelegt hat und dann vier oder fünf Sekunden in die Tiefe gestürzt ist. Da haben die Leute angefangen zu beten.»

Joe Frank, ein anderer Passagier, sagte, er sei aus seinem Sitz an die Decke geschleudert worden. Ein Baby sei aus den Armen seiner Eltern katapultiert worden, zum Glück jedoch wohlbehalten einige Sitze weiter gelandet.

Die US-Luftfahrtbehörde untersucht nach eigener Aussage den Vorfall. Im vergangenen Jahrzehnt wurden ihren Angaben zufolge im Schnitt mehr als 30 Menschen pro Jahr bei Turbulenzen auf US-Flügen verletzt. Am meisten gefährdet seien die Besatzungsmitglieder. Turbulenzen sind Luftbewegungen, die völlig unerwartet auftreten können – selbst wenn der Himmel völlig klar zu sein scheint. Der beste und einfachste Weg, sich vor Verletzungen zu schützen, ist es, während des Fluges angeschnallt zu bleiben.

(AP)

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