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Darf dieser saudische TV-Prediger in die Schweiz einreisen?

Der Islamische Zentralrat kann seine Jahreskonferenz offenbar in Freiburg veranstalten. Doch ob der für den Anlass eingeplante TV-Prediger aus Saudiarabien einreisen darf, ist noch unklar.

Äusserst umstritten: Der saudische TV-Prediger Muhammad Al-Arifi.
Äusserst umstritten: Der saudische TV-Prediger Muhammad Al-Arifi.
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Der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) darf seine Jahreskonferenz am 15.Dezember im Forum Freiburg durchführen. Der Oberamtmann des Saanebezirks hat den Anlass bewilligt, wie er mitteilte. Noch nicht gesichert ist allerdings der geplante Auftritt des saudischen TV-Predigers Muhammad Al-Arifi.

Oberamtmann Carl-Alex Ridoré leitete das Dossier nach eigenen Angaben ans Bundesamt für Migration (BFM) weiter. Der Bund kann eine Einreisesperre erlassen, wenn er die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Gefahr sieht. Zu dieser Massnahme hatte das BFM etwa Ende 2009 gegriffen, als der deutsche Islam-Prediger Pierre Vogel an einer Kundgebung in Bern teilnehmen wollte.

Proteste gegen Einreise

Verschiedene Organisationen hatten gegen den geplanten Auftritt von Al-Arifi protestiert. Dieser rechtfertige Gewalt gegen Frauen und lehne ein Mindestalter für die Verheiratung muslimischer Mädchen ab. Zudem vertrete er sexistische, homophobe und antisemitische Positionen.

Der IZRS wies die Vorwürfe zurück. Al-Arifi gelte als entschiedener Verfechter der Rechte der Frau in der islamischen Welt. Seine Ablehnung der Homosexualität und seine Kritik an den Machenschaften des Staates Israel entsprächen einer verbreiteten Realität in der islamischen Welt.

Solange sich ein Referent an die Schweizer Gesetze halte, sehe der IZRS keinen Handlungsbedarf. «Solche Meinungen sind in einer vitalen Demokratie durch die Meinungsäusserungsfreiheit geschützt.»

SDA/ses

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