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Continental im Concorde-Prozess freigesprochen

Im Berufungsprozess um den Concorde-Absturz im Juli 2000 ist die US-Airline Continental freigesprochen worden. Beim Unglück in Paris waren 113 Menschen gestorben.

Katastrophe mit 113 Toten: Die brennende Concorde. (25. Juli 2000)
Katastrophe mit 113 Toten: Die brennende Concorde. (25. Juli 2000)
Keystone

Zwölf Jahre nach dem Absturz des Überschallflugzeugs Concorde bei Paris ist die US-Fluggesellschaft Continental von der Verantwortung für die Katastrophe freigesprochen worden. Ein Berufungsgericht in Versailles sprach heute zudem zwei frühere Mitarbeiter der Fluggesellschaft sowie einen früheren Verantwortlichen der französischen Luftfahrtbehörde DGAC frei. Zwar wurde Continental von der strafrechtlichen Verantwortung für die Katastrophe freigesprochen, aber das Gericht sprach der Fluggesellschaft heute eine zivilrechtliche Verantwortung zu.

Continental muss der französischen Fluggesellschaft Air France, für welche die verunglückte Concorde flog, daher eine Million Euro Schadenersatz zahlen. Im Herbst 2010 machte ein französisches Strafgericht Continental für das Unglück sowohl straf- als auch zivilrechtlich verantwortlich. Continental wurde zu einer Geldstrafe von 200'000 Euro und einer Million Euro Schadenersatz an Air France verurteilt.

Ende der «Donnervögel»

Bei dem Absturz der Concorde der französischen Fluggesellschaft Air France waren am 25. Juli 2000 113 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 97 Deutsche. Die Concorde war kurz nach dem Start explodiert, nachdem sie auf der Startbahn des Pariser Flughafens Roissy Charles-de-Gaulle über ein Metallteil raste, das eine Continental-Maschine verloren hatte. Die Passagiere des Überschalljets wollten nach New York fliegen und von dort aus zu einer Kreuzfahrt starten. Die Katastrophe läutete das Ende der französisch-britischen «Donnervögel» ein.

Im Prozess im Jahr 2010 war ein früherer Continental-Angestellter zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte das Metallteil nicht richtig an der DC10-Maschine der Continental angebracht. Er wurde heute freigesprochen. Freigesprochen wurden zudem – wie bereits im ersten Prozess – sein damaliger Vorgesetzter und ein früherer Verantwortlicher der französischen Luftfahrtbehörde DGAC.

AFP/rbi

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