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Buschfeuer treiben auf Tasmanien Tausende in die Flucht

Angefacht durch die brütende Hitze wüten in Teilen Südaustraliens heftige Waldbränden. Auf der Insel Tasmanien mussten zahlreiche Bewohner evakuiert werden. In Port Arthur sind 700 Menschen eingekesselt.

Raub der Flammen: Ein Haus brennt nieder.

Tausende Menschen sind in Australien von verheerenden Buschbränden eingekesselt. In einigen Orten haben die Flammenwände sämtliche Fluchtwege über Land abgeschnitten. Auf der australischen Insel Tasmanien seien in der Nacht mehr als tausend Küstenbewohner über See gerettet und in die Hauptstadt Hobart gebracht worden, berichtete der Sender ABC. Tausende weitere, darunter 700 Touristen in Port Arthur, seien immer noch eingekesselt.

Den tasmanischen Behörden zufolge zerstörte das ausser Kontrolle geratene Feuer rund 80 Gebäude im Bundesstaat. Mit am schlimmsten betroffen war die Ortschaft Dunalley, rund 55 Kilometer östlich von Hobart. Dort wurden nach Schätzungen der Polizei 30 Prozent der Gebäude durch die Brände zerstört, darunter die Polizeiwache und eine Schule.

Möglicherweise zwei Tote

Die Polizei fürchtet nach eigenen Angaben, dass bei einem Buschbrand in Dunalley ein Mann ums Leben kam. Eine Feuerwehrmannschaft sei vom Feuer eingeschlossen worden, sagte Polizeisprecher Scott Tilyard. Sie hätten sich ins Feuerwehrauto flüchten müssen und von dort aus einen Mann gesehen, der versucht habe, sein Anwesen vor dem Brand zu schützen.

Einem Medienbericht zufolge kam zudem eine deutsche Frau wegen der Hitze ums Leben. Die 31-Jährige habe einen Herzstillstand erlitten, als sie bei Temperaturen von rund um 40 Grad Celsius mit einem Freund auf einem abgelegenen Pfad im Bundesstaat Victoria wanderte, schrieb die Zeitung «Sydney Morning Herald».

Angefacht durch brütende Hitze, Trockenheit und starken Wind wüteten auch in anderen Teilen Süd-Australiens Brände. Derzeit leiden weite Teile des Landes unter einer Hitzewelle mit Temperaturen über 40 Grad. In Hobart war der Freitag mit 41,8 Grad der heisseste Tag dort seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor rund 130 Jahren.

Keine Entwarnung

Die Feuerwehr rief die Bewohner in den betroffenen Gebieten auf, die Notfallpläne zu befolgen und in den vielerorts eingerichteten Feuerschutzbunkern Zuflucht zu suchen. Ein Feuerwehrsprecher wurde vom Fernsehsender ABC mit den Worten zitiert, dass im Tagesverlauf erwartete Wetteränderungen den Kampf gegen die Flammen erleichtern dürften.

Allerdings gebe es keinen Grund zur Entwarnung: «Wir haben am meisten Sorge davor, dass sich die Menschen nach den schrecklichen Zuständen gestern jetzt wieder etwas entspannen.»

Buschbrände sind während des australischen Sommers keine Seltenheit. Im Februar 2009 kamen bei Bränden im Bundesstaat Victoria 173 Menschen ums Leben, mehr als 2000 Häuser wurden zerstört.

SDA/kpn/wid

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