Betrunkener durchquert als Erster gefährlichen Stausee

275 Personen sind in den letzten zehn Jahren am Hoover Dam ums Leben gekommen. Jetzt ist es einem Mann erstmals gelungen, den Stausee zu durchqueren – nach einem Polterabend.

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«Man geht nach Las Vegas, um Spass zu haben, oder?», sagte Arron Hughes zur «Daily Post». Der 28-Jährige feierte letztes Wochenende den Junggesellenabschied eines Freundes – ein Polterabend für die Rekordbücher.

Nach 37 Stunden Party fuhr die Truppe zum Hoover Dam. «Wir standen so da. Dann dachte ich: Ich gehe schwimmen.» Er sprang also in den Colorado River – angefeuert von seinen Kollegen. Der Schwumm dauerte rund 30 Minuten und war alles andere als leicht. «Ich spürte, wie ich in Richtung des Damms gesogen wurde.» Erschöpft, aber lebend, kam er auf der anderen Seite an.

Turbinen ausgeschaltet

Was er damals wohl noch nicht realisierte: Er ist der Erste, der den Stausee erfolgreich durchquert hat. In den letzten zehn Jahren sind 275 Personen am Hoover Dam umgekommen. Sie wurden in die Turbinen gesogen oder an der Wand zerdrückt.

Ein glücklicher Umstand hat Hughes das Leben gerettet. Zum Zeitpunkt, als er ins Wasser sprang, waren neun von zehn Turbinen ausgeschaltet.

Die spontane Aktion hat dennoch Konsequenzen. Die Polizei brummte Hughes eine Geldstrafe von 330 Dollar auf. Trotzdem bereut Hughes seinen Schwumm nicht, wie er der BBC sagt.

(woz)

Erstellt: 13.09.2017, 09:03 Uhr

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