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Baby in Mikrowelle verbrannt – Lebenslänglich für Mutter

Eine 28-jährige Amerikanerin, die ihr Baby in einer Mikrowelle verbrannt hat, wird den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen.

«Es gibt keine Worte, um diese schändliche Grausamkeit zu beschreiben», sagte Mary Wisemann, Vorsitzende des Geschworenengerichts in Dayton im Bundesstaat Ohio, bei der Verkündung des Strafmasses. Die Tat übersteige jeglich menschliche und moralische Vorstellungskraft.

Der Anklage zufolge hatte die Mutter vor drei Jahren ihre erst vier Wochen alte Tochter in die Mikrowelle gelegt, das Gerät eingeschaltet und dann das Haus verlassen.

Unzurechnungsfähige Mutter

Die Frau selbst hatte sich für unschuldig erklärt, weil sie zur Tatzeit unzurechnungsfähig gewesen sei. Sie sei betrunken gewesen und habe sich zudem mit ihrem Lebensgefährten, dem Vater des Kindes, heftig gestritten.

Die Geschworenen folgten ihrer Darstellung nicht und sprachen die Angeklagte am vergangenen Donnerstag schuldig. Sie stützten sich dabei hauptsächlich auf die Aussagen einer Zellennachbarin der Frau. Diese hatte behauptet, die Mutter habe ihr die Tat gestanden.

An Todesstrafe vorbeigekommen

Weil die Jury sich nicht auf ein Strafmass einigen konnte, entschied schliesslich Richterin Wisemann über die Strafe. Damit blieb der Angeklagten die Todesstrafe erspart, da ein einzelner Richter in Ohio nicht die Höchstrafe aussprechen darf.

Allerdings verurteilte Wisemann die Frau zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Begnadigung. Die 28-Jährige will nach Angaben ihres Anwalts Berufung einlegen.

SDA/vin

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