Aufruhr nach «Monty-Python-Walk» am Nationalfeiertag

Eine Gruppe von Schülerinnen hat in Athen eine der landesweiten Paraden verulkt – aus Kritik am Militarismus.

Wird mit Paraden gefeiert: Der «Ochi-Tag» ist nach dem Unabhängigkeitstag (25. März) der wichtigste weltliche Nationalfeiertag des Landes.</p><p>Bild: Reuters/Alexandros Avramidis (Archiv)

Wird mit Paraden gefeiert: Der «Ochi-Tag» ist nach dem Unabhängigkeitstag (25. März) der wichtigste weltliche Nationalfeiertag des Landes.

Bild: Reuters/Alexandros Avramidis (Archiv)

Sie nahmen an der Parade teil – allerdings nicht im sonst üblichen Paradeschritt, sondern im «Silly Walk» (alberner Gang) der britischen Comedy-Truppe Monty Python. Videos zeigen, wie die zehn Mädchen an verdutzten offiziellen und kirchlichen Würdenträgern vorbeiwackeln, -hüpfen, -hinken und -schweben.

Als schlechten Witz wollen die Athener Schülerinnen das allerdings nicht verstanden wissen, wie sie am Donnerstag in einem Video-Post auf Facebook mitteilten. «Was für eine Gemeinsamkeit könnte der Militarismus mit der Freiheit haben?», fragen sie darin. Sie hätten als «fleissige Soldaten» ihren eigenen Aufstand gezeigt, ohne Gewalt, dafür inspiriert vom «grossen Feldmarschall der Comedy, John Cleese».

Bei Facebook, Twitter und Co. teilt sich darüber der griechische Geist. Von Jubel bis hin zur Verdammung reichen die Reaktionen. Der «Ochi-Tag» ist nach dem Unabhängigkeitstag (25. März) der wichtigste weltliche Nationalfeiertag des Landes. Am 28. Oktober 1940 sagte das Land «Nein» zu Benito Mussolinis Ultimatum, den Einmarsch italienischer Truppen zuzulassen. Damit trat Griechenland in den Zweiten Weltkrieg ein - in der Folge besetzte die deutsche Armee das Land.

scl/sda

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