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Anschlag auf Wohnanlage für Ausländer in Kabul

In der afghanischen Hauptstadt kam es nahe einem Hotel zu einer Explosion. Die Taliban übernahmen die Verantwortung und sprachen von hohen Opferzahlen.

Sprengstoffanschlag in Kabul: Das Wrack eines ausgebrannten Autos wird abgeschleppt. (29. Juli 2016)
Sprengstoffanschlag in Kabul: Das Wrack eines ausgebrannten Autos wird abgeschleppt. (29. Juli 2016)
Hedayatullah Amid/EPA, Keystone

In der Nähe einer Wohnanlage für Ausländer hat es in Kabul nach Angaben der Polizei eine heftige Explosion gegeben. Kabuls stellvertretender Polizeichef Gul Agha Rohani sagte am frühen Montagmorgen, die Detonation habe sich gegen 1.25 Uhr östlich des internationalen Flughafens der afghanischen Hauptstadt nahe dem Northgate-Hotel ereignet. Dort kommen oft Arbeitskräfte aus dem Ausland unter. Nähere Details nannte er nicht.

Die radikalislamischen Taliban erklärten sich verantwortlich für die Explosion. Ihr Sprecher Sabihullah Mudschahid teilte per E-Mail mit, dass die Aufständischen das Gasthaus angegriffen hätten.Das Hotel sei von einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen attackiert worden, die Opferzahlen seien hoch, schrieb er.

Noch keine offiziellen Zahlen

Die Taliban sind dafür bekannt, dass sie bei den Auswirkungen ihrer Anschläge übertreiben. Offizielle Zahlen zu Toten und Verletzten gab es zunächst nicht. Ein Mann in dem Hotel sagte telefonisch, es habe eine grosse Detonation auf der Anlage gegeben.

Der Sprecher der NATO-Truppen in Afghanistan, General Charles Cleveland, erklärte, er wisse von der Attacke, sagte aber: «Wir können zur Zeit keine Einzelheiten des Angriffs bestätigen.»

Zweiter Angriff auf Northgate-Hotel

Bei Ausländern populäre Gasthäuser sind zu regelmässigen Zielen der Taliban geworden. Das Northgate Hotel ist eine von vielen vorgefertigten Anlagen, die Arbeitskräften aus dem Ausland eine sichere Unterbringung anbieten. Es befindet sich nahe der Luftwaffenbasis Bagram und wurde von Aufständischen schon einmal im Juli 2013 angegriffen.

Im Januar hatten die Taliban in einem ähnlichen Angriff das ebenfalls von ausländischen Vertragskräften bewohnte Camp Baron angegriffen und mindestens 30 Menschen verletzt.

SDA/chi

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