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Am Morgen bebte die Erde bis in die Schweiz

Ein Erdbeben mit Stärke 4,9 auf der Richterskala in Norditalien ist um 9.06 Uhr auch im Tessin, in der Zentralschweiz und in Graubünden spürbar gewesen. Das Epizentrum lag nordöstlich von Parma.

Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala in Norditalien ist heute um 9.06 Uhr auch im Tessin, in der Zentralschweiz und in Graubünden spürbar gewesen. Das Epizentrum lag nordöstlich von Parma, wie der Schweizerische Erdbebendienst mitteilte.

Im Tessin sorgten die Erdstösse für einige Aufregung. Die Notruflinien vom Feuerwehr und Polizei liefen heiss. In Lugano flohen Angestellte aus ihren Büros auf die Strasse.

In der Stadt und ihren Vororten fiel zudem kurz der Strom aus. Dadurch wurde mindestens eine Person im Lift eines Parkhauses eingeschlossen, wie eine sda-Korrespondentin vor Ort in Erfahrung brachte. Aus Graubünden und der Innerschweiz wurde nichts dergleichen bekannt.

Gebäude in Mailand wanken

In der italienischen Wirtschaftsmetropole Mailand waren die Erdstösse gemäss der Nachrichtenagentur AFP am Morgen etwa zehn Sekunden lang zu spüren. Dabei bewegten sich Möbel. Einige höhere Gebäuden gerieten ins Wanken.

Das Beben war auch in den Städten Genua und Florenz wahrnehmbar. Über Verletzte und Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Bei der italienischen Feuerwehr gingen hunderte Anrufe ein.

Vor dem Erdstoss waren bereits zwei Beben im Nordosten des Landes registriert worden. In der Provinz Verona gab es nach Angaben des Instituts für Geophysik um kurz nach 1 Uhr in der Nacht ein Beben der Stärke 4,2. Am frühen Mittwochmorgen wurde ein Nachbeben der Stärke 2,9 gemessen.

L'Aquila noch präsent

In Italien sind auch fast drei Jahre nach dem verheerenden Beben von L'Aquila die Erinnerungen an das schwere Unglück noch wach. Damals waren in der zentralitalienischen Stadt mehr als 300 Menschen getötet und gut 80'000 Menschen obdachlos geworden. Das damalige Erdbeben hatte eine Stärke von 6,3 erreicht.

Erdbeben mit einer Stärke von etwa 5 Punkten auf der Richterskala sind im Alpenbogen nicht selten und können durchaus zu Schäden führen, wie Florian Haslinger, Seismologe beim Erdbebendienst an der ETH Zürich, sagte.

In der Schweiz wurde das letzte Erdbeben mit Stärke 5 im Jahr 1946 registriert. An der Grenze zu Frankreich in der Nähe von Martigny VS gab es 2005 ein gleich starkes Beben, dessen Epizentrum in Frankreich lag, wie Haslinger ausführte.

SDA/bru

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