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Aktivisten blockieren in Kiel Kreuzfahrtschiff

46 Klimaaktivisten sind im deutschen Hafen Kiel festgenommen worden, nachdem sie stundenlang die Abfahrt eines Kreuzfahrtschiffs verhindert haben.

chk
Stören sich am hohen Energieverbrauch der Kreuzfahrtschiffe: Klimaaktivisten vor dem Bug. (9. Juni 2019)
Stören sich am hohen Energieverbrauch der Kreuzfahrtschiffe: Klimaaktivisten vor dem Bug. (9. Juni 2019)
Jonas Nolden, Keystone
Die Polizei hat 46 Aktivisten vorübergehen in Gewahrsam genommen.
Die Polizei hat 46 Aktivisten vorübergehen in Gewahrsam genommen.
Jonas Nolden, Keystone
Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sind in Kiel im Einsatz gestanden.
Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sind in Kiel im Einsatz gestanden.
Jonas Nolden, Keystone
Einige Aktivisten sind von den Höhenrettern der Polizei abgeseilt worden.
Einige Aktivisten sind von den Höhenrettern der Polizei abgeseilt worden.
Jonas Nolden, Keystone
Die Aktivisten verhindern die Fahrt des Schiffes nach Kopenhagen.
Die Aktivisten verhindern die Fahrt des Schiffes nach Kopenhagen.
Thomas Eisenkrätzer, Keystone
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Klimaaktivisten haben im deutschen Hafen von Kiel ein Kreuzfahrtschiff blockiert und stundenlang an der Abfahrt gehindert. Die Aktivisten näherten sich am Sonntag mit Booten der am Ostseekai festgemachten Zuiderdam, wie die Polizei mitteilte.

Einige der Aktivisten kletterten auf den Bug und die Festmacherleinen des Schiffes. Andere erklommen einen Baustellenkran, der sich auf dem Gelände des Kais befand. «Polizeikräfte aus ganz Schleswig-Holstein, Feuerwehr und Rettungskräfte sowie die Bundespolizei wurden alarmiert und zum Einsatzort entsandt», erklärte die Polizeidirektion Kiel. 46 Aktivisten wurden demnach zwischenzeitlich in Gewahrsam genommen, unter ihnen zwei, die von Höhenrettern von Bundespolizei und Feuerwehr von dem Kran abgeseilt worden waren.

Das Kreuzfahrtschiff legte schliesslich um 21.50 Uhr mit knapp sechsstündiger Verspätung ab und machte sich auf die Fahrt nach Kopenhagen. Begleitet wurde die Zuiderdam zunächst von mehreren Booten der Wasserschutzpolizei.

Die Aktivisten wurden im Verlauf der Nacht wieder freigelassen. Weil zwölf von ihnen dann aber einem Platzverweis nicht nachgekommen seien, seien diese erneut in Gewahrsam genommen worden, erklärte die Polizei. Gegen die Aktivisten wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Nötigung, des Widerstandes und des Hausfriedensbruchs eingeleitet.

Kreuzfahrtschiffe sind Umweltschützern wegen der Luftverschmutzung und dem hohen Energieverbrauch schon seit Langem ein Dorn im Auge.

(SDA)

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