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Mit dem Schalbarometer straffrei durch den Winter

Verhüllungsverbot vs. kaltes Kinn: Ein hochgezogener Schal kann in Österreich gar zu Problemen mit der Polizei führen. Eine neue Webseite hilft weiter.

Ob ein Schal wegen der Kälte oder zur Vermummung verwendet wird, muss der Polizist entscheiden. (Symbolbild)
Ob ein Schal wegen der Kälte oder zur Vermummung verwendet wird, muss der Polizist entscheiden. (Symbolbild)
Oliver Lang, Keystone

Das Verhüllungsverbot kann zurzeit in Österreich zum Verhängnis werden. Denn die einsetzende Kälte verleitet die «Gfrörli», den dicken Schal weit nach oben zu ziehen. Und es liegt zum grössten Teil im Ermessen des kontrollierenden Polizeibeamten, ob ein Passant mit Schal im Gesicht strafbar ist oder nicht.

Erst kürzlich wurde ein Mann am Wiener Stephansplatz ermahnt, weil er sein Kinn zu tief in die Jacke gedrückt habe. Dafür sei es noch nicht kalt genug, fand der Polizist. Diese durchaus kuriose Begründung hat nun ein Programmierer aufgegriffen und daraufhin eine Website online gestellt.

Formel des US-Wetterdienstes

Darauf kann man – «ohne rechtliche Gewähr» – nachlesen, wo es in Österreich derzeit legal ist, seinen Schal tief ins Gesicht zu ziehen. Bei der Berechnung werde auch der kalte Wind berücksichtigt, der die gefühlte Aussentemperatur empfindlich beeinflussen kann.

«Die Angaben auf dieser Seite beruhen auf der Annahme, dass bereits ein schwacher Kältestress, der bei unter 0 Grad gefühlter Temperatur eintritt, ausreicht, um die Verhüllung des Gesichts durch einen Schal zum Schutz vor Kälte zu legitimieren.» wird die Methodik erklärt. Zur Berechnung der gefühlten Temperatur werde die Wind-Chill-Formel des US-Wetterdienstes angewandt. Leider beschränkt sich die Website auf Österreich.

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