Frau im Koma – Protestaktion nach brutalem Angriff in Genf

Eine Gruppe Männer hat in Genf fünf Frauen angegriffen, zwei davon wurden schwer verletzt.

Protest und Empörung: Frauen und Männer gehen in Genf auf die Strasse. (9. August 2018)<p class='credit'>(Bild: Keystone Jea-Christophe Bott)</p>

Protest und Empörung: Frauen und Männer gehen in Genf auf die Strasse. (9. August 2018)

(Bild: Keystone Jea-Christophe Bott)

Bei der brutalen Attacke einer Gruppe Männer in der Nacht auf Mittwoch wurde eine Frau so schwer verletzt, dass sie im Koma liegt. «Wir sind empört darüber, was passiert ist und verurteilen diese Gewalt, welche gegen die Frauen angewendet wurde», sagte Stefanie Prezioso von der Bewegung SolidaritéS Genf anlässlich der Demonstration. Nur die gemeinsame und permanente Mobilisierung könne Sexismus wirklich zurückdrängen, unterstrich Prezioso.

Andere Sprecherinnen und Sprecher brachten zum Ausdruck, welche Wut das Ereignis hervorgerufen hat und dass Frauen das Recht hätten, überall hinzugehen, ohne um ihre Integrität fürchten zu müssen. Organisiert wurde die Kundgebung von SolidaritéS mit der Bewegung «La Marche Mondiale des femmes».

Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet

Zum brutalen Angriff kam es am Mittwochmorgen kurz vor 5 Uhr vor einer Diskothek mitten in der Genfer Altstadt. Fünf Frauen mit Jahrgängen zwischen 1985 und 1996 wurden auf der Strasse von einer Gruppe Männer angegriffen, nachdem sie das Nachtlokal verlassen hatten. Zwei der Frauen wurden dabei so schwer am Kopf verletzt, dass ihr Zustand weiterhin ernst ist. Eine von ihnen liegt sogar im Koma. Auch die anderen drei Frauen wurden in das Spital gebracht.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eingeleitet. Die Polizei sucht Zeugen und Beweismaterial von Personen, die den Angriff fotografiert oder auf Video aufgenommen haben.

fal/sda

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