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9000 Zugpassagiere von Sabotage in Spanien betroffen

Unbekannte zerstörten ein Kabel der spanischen Bahn und legten das Netz der Hochgeschwindigkeitszüge lahm. Tausende Fahrgäste mussten auf Busse umsteigen.

Ein durchtrenntes Nachrichtenkabel legt den Zugverkehr zwischen Madrid, Barcelona und der französischen Grenze eine Zeit lang lahm: Bahnhof in Barcelona. (8. Oktober 2015)
Ein durchtrenntes Nachrichtenkabel legt den Zugverkehr zwischen Madrid, Barcelona und der französischen Grenze eine Zeit lang lahm: Bahnhof in Barcelona. (8. Oktober 2015)
Manu Fernandez, Keystone
Unbekannte sabotierten ein Kabel. Dieses war für die Datenübertragung und für die Kommunikation zuständig.
Unbekannte sabotierten ein Kabel. Dieses war für die Datenübertragung und für die Kommunikation zuständig.
Alberto Erstevez, Keystone
Wenige Stunden später normalisierte sich der Verkehr wieder.
Wenige Stunden später normalisierte sich der Verkehr wieder.
Alberto Estevez, Keystone
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Unbekannte haben im Nordosten Spaniens Nachrichtenkabel der Bahn durchtrennt und so den Verkehr von Hochgeschwindigkeitszügen praktisch zum Stillstand gebracht. Am Donnerstag wurden in Katalonien etwa 30 Züge gestoppt. 9000 Fahrgäste seien betroffen gewesen, hiess es in Medienberichten. Wie die Bahngesellschaft Renfe mitteilte, normalisierte der Bahnverkehr sich wenige Stunden später allmählich wieder.

Die Störung war nach Angaben eines Sprechers die bislang grösste im System der spanischen Hochgeschwindigkeitszüge. Die Polizei ging davon aus, dass das Durchtrennen der Kabel bei der Ortschaft Vilafranca del Penedès westlich von Barcelona ein Sabotageakt gewesen sei. Die Gesellschaft Adif, die das Schienennetz betreibt, teilte allerdings mit, dass obendrein Kupferkabel gestohlen worden seien.

Die durchtrennten Nachrichtenkabel dienten der Datenübertragung und der Kommunikation mit den Zügen. Nach dem Ausfall der Verbindungen wurden die Züge auf der Strecke zwischen Madrid, Barcelona und der französischen Grenze aus Sicherheitsgründen gestoppt. Nach Angaben eines Bahnsprechers war dies der erste Zwischenfall dieser Art.

SDA/slw

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