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800'000 Menschen in Thailand von Fluten bedroht

Thailand ist von den schwersten Überschwemmungen seit über 40 Jahren getroffen worden. Der Taifun «Megi» bedroht auch die Hauptstadt Bangkok.

Nach tagelangen, heftigen Regenfällen sind in Thailand mittlerweile mehr als ein Viertel der 76 Provinzen überschwemmt. Betroffen sind das Zentrum des Landes sowie der Norden und der Nordosten. Mehr als 800'000 Menschen litten unter den Fluten, weil ihre Häuser oder Ställe unter Wasser stünden, teilte der thailändische Katastrophenschutz am Donnerstag mit. Insgesamt starben in den vergangenen Tagen 17 Menschen durch die Fluten.

Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva besuchte zum zweiten Mal seit Beginn des Unwetters die notleidenden Menschen. Er sprach von den schwersten Überschwemmungen «seit 40 oder 50 Jahren» Das Hochwasser bedrohe auch Bangkok, sagte er in Lop Buri, 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Die Rettungskräfte in der Hauptstadt seien jedoch gut auf die Situation vorbereitet.

Taifun erreicht am Samstag Chinas Süden

Auch der Südosten Chinas rüstet sich für den Taifun «Megi», der sich womöglich zum stärksten seit zwanzig Jahren entwickeln könnte. In der Küstenprovinz Fujian brachten die Behörden etwa 150'000 Menschen in Sicherheit, auf der Insel Hainan waren es mindestens 140'000.

Das berichteten staatliche Medien am Donnerstag. Meteorologen schätzen, dass der tropische Wirbelsturm wahrscheinlich am frühen Samstag (Ortszeit) in der Provinz Guangdong im Süden der Volksrepublik Land erreicht.

Mehrere Tote auf den Philippinen

Nachdem «Megi» das südchinesische Meer überquert habe, sei der Taifun am Donnerstag viel langsamer geworden und fast zum Stillstand gekommen. Auf den Philippinen hatte «Megi» mindestens 19 Menschen in den Tod gerissen.

Der Vize-Gouverneur von Guangdong, Li Ronggen, hatte am Mittwoch gewarnt, dass «Megi» zerstörerischer sein könne als der Taifun «Hagupit», der im Jahr 2008 in der Provinz 22 Menschen tötete, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua den Politiker zitierte.

Experten sagten in Wettervoraussagen, dass «Megi» manchen Gebieten im Süden Chinas die höchsten Fluten seit zwei Jahrhunderten bringen könnte. Zehntausende Fischerboote wurden in Guangdong, Fujian und Hainan zurück in die Häfen beordert.

134 Todesopfer in Vietnam

In Zentralvietnam bargen Helfer 14 Leichen aus einem Bus, der am Montag fortgerissen wurde, als der Fluss Lam über die Ufer trat. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Flutopfer seit Anfang Oktober auf 134. Sechs weitere Insassen des Busses wurden noch vermisst, teilte die Behörde für Sturm- und Flutkontrolle mit.

Das Wetter besserte sich am Donnerstag. Zahlreiche Eisenbahnlinien blieben aber noch unterbrochen. 200 000 Häuser wurden überschwemmt und teilweise zerstört.

SDA/oku

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