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30 Haitianer sterben auf dem Weg in die USA

Rund 150 Flüchtlinge waren bereits neun Tage mit wenig Wasser und Essen von Haiti nach Florida unterwegs. Dann lief das völlig überladene Boot vor den Bahamas auf Grund. Schwimmwesten gab es nicht.

Wollten die USA erreichen: Ein Bild vom Rettungshelikopter aus zeigt die Überlebenden auf dem gestrandeten Boot. (26. November 2013)
Wollten die USA erreichen: Ein Bild vom Rettungshelikopter aus zeigt die Überlebenden auf dem gestrandeten Boot. (26. November 2013)
Keystone

Beim Kentern eines Flüchtlingsbootes vor den Bahamas sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtete die Zeitung «The Nassau Guardian» unter Berufung auf die US-Küstenwache. An Bord des überladenen Segelschiffes seien Dutzende Haitianer gewesen.

110 Menschen konnten bislang vor der Exuma-Inselgruppe gerettet werden, sagte ein Regierungssprecher in Nassau der Zeitung «Miami Herald». Die Rettungsarbeiten mithilfe der US-Küstenwache dauerten an. Das Unglück soll sich am Montag ereignet haben.

Die Suche nach weiteren Opfern und Überlebenden läuft, die Behörden befürchten, dass die Zahl der Toten noch steigen könnte. Etwa 150 Menschen seien an Bord gewesen, hiess es.

Neun Tage mit wenig Wasser

Das Boot lief den Angaben zufolge Montagnacht vor Staniel Cay in den östlichen Bahamas auf Grund. Die Rettungsaktion der Königlichen Verteidigungskräfte der Bahamas und der Küstenwache dauerte am Dienstag an, sagte ein Sprecher des Militärs. Es gehe nun darum, möglichst viele Leichname zu bergen.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Flüchtlinge acht oder neun Tage mit wenig Wasser und Lebensmitteln auf See waren. Schwimmwesten habe es auf dem Boot nicht gegeben. Neben der Überladung habe wahrscheinlich auch die schwere See zu dem Unglück beigetragen, sagte der Militärsprecher.

Flüchtlinge aus Haiti fahren auf überladenen Schiffen seit langem an der Inselgruppe östlich von Florida vorbei. Sie versuchen, auf die Bahamas zu gelangen oder die USA zu erreichen.

sda/AP/chk

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