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15-Jährige nach Tötung von 3-jährigem Halbbruder verhaftet

In Nordrhein-Westfalen hat sich ein Familiendrama ereignet. Ein Kleinkind soll von seiner Halbschwester erstochen worden sein.

Familien-Tragödie: Die Polizei untersucht den Tatort in der Ortschaft Detmold. (Keystone/Friedemann Vogel/7. November 2019)
Familien-Tragödie: Die Polizei untersucht den Tatort in der Ortschaft Detmold. (Keystone/Friedemann Vogel/7. November 2019)

Ein 15-jähriges Mädchen soll in Deutschland ihren drei Jahre alten Halbbruder getötet haben. Die Jugendliche aus dem nordrhein-westfälischen Detmold wurde nach stundenlanger Flucht am Donnerstagvormittag im benachbarten Lemgo festgenommen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Ein Zeuge habe den entscheidenden Hinweis für die Festnahme gegeben. Der Knabe war nach ersten Erkenntnissen der Ermittler in der heimischen Wohnung erstochen worden. Es gebe mehrere Stichverletzungen, sagte der Sprecher der Detmolder Staatsanwaltschaft, Christopher Imig, der Nachrichtenagentur DPA. «Es spricht alles für ein Messer.»

Polizei und Staatsanwaltschaft leiteten daraufhin eine Fahndung nach dem tatverdächtigen Teenager ein. Streifenbeamte, Diensthunde und ein Helikopter waren im Einsatz. Zu den Hintergründen der Tat machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Die Leiche solle am Donnerstagvormittag obduziert werden, sagte Imig. Das Ergebnis werde am Mittag erwartet. Bei der Kripo wurde eine 15-köpfige Mordkommission eingerichtet.

Die betroffene Familie sei polnischstämmig, sagte Imig. Die Angehörigen hätten die Leiche am Mittwochabend gegen 21 Uhr in der Wohnung gefunden und die Polizei alarmiert. Sie würden betreut, sagte Imig. Am Morgen nach der Tat war die Polizei mit mehreren Streifenwagen am Tatort, wie ein Reporter der Agentur DPA berichtete.

(SDA)

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