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15 Jahre Haft für Alkohol am Steuer

28'000 Menschen starben in Russland letztes Jahr bei Autounfällen. Regierungschef Dmitri Medwedew bezeichnet diese Zahl als «entsetzlich» und will darum die Strafen für betrunkenes Autofahren drastisch erhöhen.

«Müssen bei uns selbst anfangen»: Dmitri Medwedew bei den Aufnahmen zu seinem Videoblog. (23. November 2012)
«Müssen bei uns selbst anfangen»: Dmitri Medwedew bei den Aufnahmen zu seinem Videoblog. (23. November 2012)

Angesichts der «entsetzlichen» Verkehrstotenzahl in Russland geht die Regierung mit drastischen Strafen gegen Alkohol am Steuer vor. Wie Regierungschef Dmitri Medwedew am Samstag in einem Videoblog ankündigte, soll betrunkenes Autofahren künftig mit bis zu 15 Jahren Haft und Geldstrafen von bis zu 12'400 Euro bestraft werden.

Vergangenes Jahr hätten 28'000 Menschen in Russland bei Unfällen ihr Leben verloren, sagte Medwedew. Dies ist eine der höchsten Todesraten der Welt, auch wenn die Zahlen zuletzt gesunken sind.

«Niemand ist ohne Schuld»

«Die Statistiken der Verkehrstragödien sind immer noch entsetzlich (...). Niemand von uns ist ohne Schuld, und wir müssen bei uns selbst anfangen», sagte Medwedew, der zu Beginn des Videos – angeschnallt – am Steuer eines schwarzen Jeeps zu sehen ist.

Er kündigte an, dass die Regierung ein Gesetz vorlegen will, das im Fall der Verursachung eines tödlichen Unfalls unter Alkoholeinfluss bis zu 15 Jahre Haft vorsieht. Eine Reihe schwerer Unfälle hatten kürzlich in Russland die Frage der Verkehrssicherheit in den öffentlichen Fokus gerückt.

AFP/fko

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