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14 Jahre Gefängnis für Mord an Stiefmutter

Das Bundesgericht bestätigt das Urteil der Vorinstanz gegen einen französischen Genetiker. Dieser hatte seine Stiefmutter totgeschlagen – und beteuert bis heute seine Unschuld.

Vor Bundesgericht verloren: Der Franzose, der seine Stiefmutter getötet hat. (29. Januar 2012)
Vor Bundesgericht verloren: Der Franzose, der seine Stiefmutter getötet hat. (29. Januar 2012)
Keystone

Das Bundesgericht hat das vom Waadtländer Appellationsgericht verhängte Strafmass von 14 Jahren Freiheitsstrafe für den französischen Genetiker bestätigt. Dieser hat 2010 seine Stiefmutter in Vaux-sur-Morges VD getötet.

Das Bundesgericht hatte im September 2013 bereits einmal über den Tötungsfall zu befinden. Der Angeklagte war zuvor vom Appellationsgericht Waadt zu einer Haftstrafe von 16 Jahren verurteilt worden. Begründet wurde die hohe Strafe mit der schweren Schuld des Franzosen.

Strafe zwischen 10 und 15 Jahren

Die Lausanner Richter kamen jedoch zum Schluss, dass die Bedingungen dafür nicht gegeben seien und die Strafe zwischen 10 und 15 Jahren liegen müsse.

Gegen die neu verhängte Strafe von 14 Jahren reichte der Genetiker wiederum Beschwerde ein. Die Strafe müsse in der Mitte des Strafrahmens von 10 bis 15 Jahren liegen, brachte er vor.

Das ist nicht so, kommt das Bundesgericht in seinem Urteil zum Schluss. Das Appellationsgericht habe alle wesentlichen Punkte bei der Strafzumessung beachtet und die Länge der Freiheitsstrafe müsse nicht genau in der Mitte des Strafrahmens liegen.

Beteuert Unschuld

Der französische Genetiker hatte seine damals 66- jährige Stiefmutter im Januar 2010 in Vaux-sur-Morges VD totgeschlagen. Er beteuert bis heute seine Unschuld. Die Stiefmutter sei durch einen Sturz auf der Treppe gestorben.

Der Stiefsohn hatte damals 28 Quadratmeter Mauern und Böden mit grosser Sorgfalt gereinigt, bevor die von ihm alarmierten Rettungskräfte eintrafen. Auch hatte er zu diesem Zeitpunkt zwei Mal das Hemd gewechselt.

Haftantritt offen

Wann der Genetiker die Haftstrafe antreten wird, ist offen. Er lebt in Frankreich. Gemäss dem Generalstaatsanwalt des Kantons Waadt müsste der Verurteilte aufgrund von Staatsverträgen, die zwischen der Schweiz und Frankreich gelten, seine Strafe in einem französischen Gefängnis verbüssen.

Noch hängig ist eine Beschwerde des Verurteilten vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

(Urteil 6B_514/2014 vom 30.09.2014)

SDA/rar

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