Zum Hauptinhalt springen

Meteor explodiert über dem Pazifik

Ein Meteoroit ist beim Eintritt in die Erdatmosphäre auseinandergebrochen – und keiner hat es mitbekommen.

Spektakulär: Im Frühling 2018 gelangen dem Fotografen Arvids Baranovs Aufnahmen von einem Meteorit, der explodiert.

Bereits am 18. Dezember 2018, kurz vor Mitternacht explodierte der Weltraumbrocken nach Angaben der US-Raumfahrtsbehörde Nasa über der zwischen Alaska und Russland gelegenen Beringsee.

Der Astrophysiker Peter Brown von der kanadischen University of Western Ontario wies den Meteor durch die Auswertung von Daten weltweiter Forschungsstationen nach. Auf Bildern des japanischen Wettersatelliten Himawari-8 fand sich schliesslich sogar ein Foto des im Feuerrauch niedergehenden Meteors, wie das britische Magazin «New Scientist» online berichtete.

Der Feuerball sei vermutlich der energiegeladenste seit dem Meteor von Tscheljabinsk gewesen, schrieb Brown auf Twitter. Der Brocken, der im Februar 2013 über der russischen Ural-Stadt explodierte, gilt als grösstes All-Gestein der vergangenen 100 Jahre, das in die Erdatmosphäre eintrat. Der hell aufblitzende Feuerball mit seiner weithin sichtbaren Rauchspur am Himmel war mehrfach zufällig gefilmt worden. Zudem wurden durch die Druckwelle der Explosion rund 7000 Gebäude beschädigt, etwa 1500 Menschen verletzt.

Im Fall des Meteors über der Beringsee schien niemand die Explosion oder den Fall wahrgenommen zu haben. Belege fand Brown aber in den Daten mehrerer Weltraum-Beobachtungsstationen. Auch hatten sogenannte Infrasound-Messer, die im Kalten Krieg atomare Sprengungen erspüren sollten, die von der Explosion verursachten Schallwellen im Niederfrequenzbereich erfasst.

Den Berechnungen zufolge hatte der Brocken einen Durchmesser von zehn Metern und eine Masse von 1400 Tonnen, berichtete Brown. Bei seiner Explosion habe er laut Nasa-Daten eine Energie freigesetzt, die 173 Kilotonnen des Sprengstoffs TNT entspreche – etwa das Zehnfache der Atombombe, die 1945 über Hiroshima abgeworfen wurde.

SDA/aru

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch