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...38 Jahren: Contergan-Fall wird eingestellt

Am 18. September 1970 stellte die deutsche Justiz das Verfahren gegen das Pharmaunternehmen Grünenthal ein.

Der Contergan-Skandal war einer der grössten Arzneimittelskandale in den 1960er-Jahren in Deutschland. In erster Linie waren von diesem Medikament Kinder betroffen, deren Mütter während der Schwangerschaft Contergan eingenommen hatten. Unter der Leitung von Heinrich Mückter, der Stolberger Firma Grünenthal, wurde das Beruhigungs- und Schlafmittel entwickelt und vor allem schwangeren Frauen gegeben. Es sollte diesen gegen die typische Schwangerschaftsübelkeit in den ersten paar Monaten helfen. Durch zahlreiche Tierversuche konnte Grünenthal Nebenwirkungen komplett ausschliessen und das Produkt als sehr sicher lancieren.

Bereits nach ein paar Jahren, nachdem Contergan auf den Markt gekommen war, kamen immer häufiger Babys mit Fehlbildungen zur Welt. Ausschlaggebend dafür war der im Medikament enthaltene Wirkstoff Thalidomid.

Obwohl die Eltern der contergangeschädigten Kinder den Pharmakonzern anklagten, wurde am 18. September 1970 der Fall wegen geringfügiger Schuld und mangelndem öffentlichen Interesse eingestellt.

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