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Die wahre Geschichte hinter dem Silvesterbild

Das Foto ging viral: Ein Bild auf den Strassen von Manchester, aufgenommen am Silvesterabend. Nun erzählt eine der Hauptdarstellerinnen die Geschichte dazu.

Kunstliebhaber gestalteten neue Versionen, das Foto wurde mit Werken von Van Gogh verglichen, sogar von einem «perfekten goldenen Schnitt» war die Rede: Das Silvesterbild, das mitten auf den Strassen von Manchester aufgenommen wurde, ging um die Welt. Nun meldet sich eine der Hauptdarstellerinnen zu Wort, schreibt «The Independent».

Auf dem Bild trägt Hannah Kirby ein rotes Kleid, in der Hand eine Tasche – und sie streckt ihre Hand nach dem Mann aus, der von der Polizei zu Boden gedrückt wird. Was aussehe, wie eine Verhaftung, sei aber nur eine Kontrolle gewesen: Der Mann habe nichts verbrochen – sie liessen ihn laufen, sagt die Frau.

«Er konnte seine Bierflasche retten»

Star des Bildes war aber ein ganz anderer – in tausenden Fotomontagen wurde er eingebaut, über Twitter wurde er gefeiert wie ein Superstar: Auf dem Foto liegt der Mann am Boden, sieht entspannt aus und reckt sich nach seinem Bier. Er habe wohl eine etwas zu wilde Party gefeiert und hätte es sich auf der Strasse gemütlich gemacht, kommentierten User.

Das sei ganz anders gewesen, sagt Kirby: «Der Mann in blau liegt nicht einfach locker und betrunken auf der Strasse. Es gab eine kleine Auseinandersetzung mit der Polizei und einem anderen Mann, er fiel hin – konnte aber seine Bierflasche retten», sagt sie. Dass er so perfekt positioniert sei, sei eher Zufall als Absicht.

Die Geschichte sei «urkomisch»

«Ich hatte keine Ahnung, dass das Foto millionenfach geteilt wurde», sagt Kirby. Sie habe ja nicht einmal gewusst, dass sie Teil des Foto gewesen sei. Sie fände die Idee und den Verlauf der Geschichte aber «urkomisch». Ein Polizist twitterte: «Während sich die Szene im Internet rasant verbreitete, war das ein ganz normaler Arbeitstag für uns Polizisten.»

Das Silvesterbild, das torkelnde, streitende und erschöpfte Partygänger zeigt, wurde von dem Fotograf Joel Goodman geschossen. Er fühle sich zwar geschmeichelt, dass das Foto für eine so grosse Begeisterung sorgte, grundsätzlich sei es aber ganz einfach: «So ein Bild hat viel damit zu tun, dass man am richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist.

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