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Boulevardzeitschrift soll 200'000 Dollar für Bezos’ SMS gezahlt haben

Der Bruder seiner Freundin verkaufte die Textnachrichten. Der Amazon-Chef vermutet ein politisches Motiv.

Jeff Bezos und seine Frau MacKenzie Bezos lassen sich nach 25 Jahren Ehe scheiden.
Jeff Bezos und seine Frau MacKenzie Bezos lassen sich nach 25 Jahren Ehe scheiden.
Danny Moloshok, Reuters
Wird es die teuerste Scheidung aller Zeiten?: Der Gründer und CEO von Amazon gilt als der reichste Mann der Welt. «Forbes» veranschlagte sein Vermögen Anfang 2019 auf 137 Milliarden Dollar.
Wird es die teuerste Scheidung aller Zeiten?: Der Gründer und CEO von Amazon gilt als der reichste Mann der Welt. «Forbes» veranschlagte sein Vermögen Anfang 2019 auf 137 Milliarden Dollar.
Jim Watson, AFP
Musste tief in die Tasche greifen: Die Liste der teuersten Scheidungen führt bisher der russische Oligarch Dmitri Rybolowjew an. Dieser überwies nach der Trennung 2014 3,3 Milliarden Dollar an seine ehemalige Ehefrau.
Musste tief in die Tasche greifen: Die Liste der teuersten Scheidungen führt bisher der russische Oligarch Dmitri Rybolowjew an. Dieser überwies nach der Trennung 2014 3,3 Milliarden Dollar an seine ehemalige Ehefrau.
Jean Catuffe, AFP
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Die Boulevardzeitschrift «National Enquirer» hat einem Medienbericht zufolge 200'000 US-Dollar für kompromittierende Kurznachrichten von Amazon-Chef Jeff Bezos gezahlt. Wie das «Wall Street Journal» am Montag berichtete, verkaufte der Bruder von Bezos’ Freundin Lauren Sánchez die SMS an das Magazin. Die Beziehung der beiden war damals noch geheim.

Der «National Enquirer» hatte im Januar über eine aussereheliche Affäre des reichsten Mannes der Welt mit der Nachrichtenmoderatorin Sánchez berichtet. Kurz zuvor hatten Bezos und seine Frau MacKenzie ihre Scheidung nach 25-jähriger Ehe angekündigt.

Im Februar warf Bezos dem «National Enquirer»-Herausgeber American Media Inc. (AMI) dann vor, ihn mit schmutzigen Methoden erpressen zu wollen, damit er seine Nachforschungen zu den Hintergründen der Enthüllungen einstellt. Schon damals fiel der Verdacht auf Sánchez’ Bruder Michael. Das «Wall Street Journal» bestätigte nun den Verdacht unter Berufung auf mehrere mit der Affäre befasste Quellen. Sánchez wollte den Bericht nicht kommentieren und sprach lediglich von «alten Gerüchten».

War es eine Revanche von Donald Trump?

Bezos vermutet hinter dem Bericht des «National Enquirer» politische Motive: AMI-Chef David Pecker ist ein langjähriger Freund von US-Präsident Donald Trump – im Wahlkampf 2016 hatte er Trump bei der Abwicklung einer Schweigegeldzahlung an eine angebliche frühere Sexpartnerin – das frühere «Playboy»-Model Karen McDougal – geholfen. Michael Sánchez wiederum ist Trump-Anhänger und soll Verbindungen zu dessen unmittelbarem Umfeld haben.

Neben Amazon besitzt Bezos auch die «Washington Post», die für ihre kritische politische Berichterstattung bekannt ist. Bezos, die «Washington Post» und Amazon werden regelmässig zum Ziel von Twitter-Attacken des Präsidenten.

AFP/aru

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