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Bewegende Trauerfeier für Germanwings-Opfer

Im Kölner Dom trauern rund 1400 Menschen um die Todesopfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich – darunter prominente Politiker.

Ein Gottesdienst als Staatsakt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (2. v. l.), Bundestagspräsident Norbert Lammert (m.) und Bundespräsident Joachim Gauck (2. v. r.) bei der Trauerfeier im Kölner Dom. (17. April 2015)
Ein Gottesdienst als Staatsakt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (2. v. l.), Bundestagspräsident Norbert Lammert (m.) und Bundespräsident Joachim Gauck (2. v. r.) bei der Trauerfeier im Kölner Dom. (17. April 2015)
Oliver Berg/Pool Photo
Für die Zeremonie werden 150 Kerzen angezündet – eine für jedes Todesopfer der abgestürzten Germanwings-Maschine. (17. April 2015)
Für die Zeremonie werden 150 Kerzen angezündet – eine für jedes Todesopfer der abgestürzten Germanwings-Maschine. (17. April 2015)
Friedrich Stark/Pool Photo
Im Vorfeld war eine Diskussion darüber entbrannt, ob auch für den Co-Piloten des Flugzeugs eine Kerze aufgestellt werden soll: Ein Kirchen-Mitarbeiter bei den Vorbereitungen am Vortag. (16. April 2015)
Im Vorfeld war eine Diskussion darüber entbrannt, ob auch für den Co-Piloten des Flugzeugs eine Kerze aufgestellt werden soll: Ein Kirchen-Mitarbeiter bei den Vorbereitungen am Vortag. (16. April 2015)
AFP
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Mit bewegenden Worten des Trostes ist beim Trauergottesdienst in Köln der Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen gedacht worden. Blosse Worte seien zu schwach, um zu trösten, sagte Kardinal Rainer Woelki bei der ökumenischen Trauerfeier im Kölner Dom. Aber dass so viele Menschen in diesem Moment Mitleid und Beileid zeigten, «das soll Ihnen Trost sein». Die Hinterbliebenen seien nicht allein «in diesen Stunden der Einsamkeit». Unter den rund 1400 Gästen waren am Freitag auch viele Angehörige. Zu dem Gottesdienst waren auch Staatsgäste wie Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel gekommen.

«Unbegreifliches ist geschehen. Und Unbegreifliches wurde getan», sagte Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen. Viele Tränen seien geweint worden, seit es dunkel wurde, «erst in einem Herzen, dann in den Herzen so vieler anderer». Und so viele Tränen blieben nun ungeweint, Tränen der Freude, der Rührung. «Nie sind wir mehr Mensch, als wenn wir weinen.» Und nie brauche es mehr Menschlichkeit anderer. «Familien, Häuser und Nachbarschaften, Schulen, Dörfer und Städte, ein ganzes Land, ja mehr als nur ein Land, rücken zusammen im Aushalten-Müssen und im Begreifen-Wollen.»

Kleine Engel sollen den Angehörigen und Helfern der Germanwings-Katastrophe symbolisch Halt und Zuversicht geben. Die Holzengel lagen im Kölner Dom an jedem Platz. Die Engel sollten dazu ermutigen, trotz aller Trauer nach Quellen der Kraft und Bestärkung zu suchen, sagte ein Notfallseelsorger.

Virtuelle Kondolenzseite

Während der Gedenkfeier gelten umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen. Unmittelbar am Kölner Dom und im Altstadtbereich wurden Strassen für den Autoverkehr gesperrt und Absperrgitter für Fussgänger errichtet. Die Germanwings-Muttergesellschaft Lufthansa gedachte mit einer Traueranzeige in grossen deutschen Zeitungen der Absturzopfer:

Ausserdem hat die Fluggesellschaft zum Andenken an die Verstorbenen eine virtuelle Kondolenzseite online gestellt. Auf dieser werden alle Kondolenzbekundungen gesammelt, die auf sozialen Netzwerken unter ‪#‎indeepsorrow abgegeben werden.

Bei dem Airbus-Absturz auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf waren am 24. März alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Der Co-Pilot der Germanwings-Maschine soll den Flugkapitän aus dem Cockpit ausgesperrt und dann das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht haben.

SDA/spu/thu

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