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«Weiche Unterlagen sind nichts für mich»

Carlo Janka, als 13. bester Schweizer im Riesenslalom, zeigt sich nach seinem letzten Rennen in Rosa Chutor enttäuscht, aber realistisch.

Der Triumphator: Ted Ligety nach getaner Arbeit im Zielraum.
Der Triumphator: Ted Ligety nach getaner Arbeit im Zielraum.
Reuters
Überraschend zu Silber gestürmt: Steve Missillier freute sich diebisch über seine erste Olympiamedaille. Er stiess von Platz 10 auf 2 vor.
Überraschend zu Silber gestürmt: Steve Missillier freute sich diebisch über seine erste Olympiamedaille. Er stiess von Platz 10 auf 2 vor.
Reuters
Kein Abgang nach Wunsch: In seinem letzten olympischen Rennen schied Routinier Didier Défago bereits im ersten Lauf aus.
Kein Abgang nach Wunsch: In seinem letzten olympischen Rennen schied Routinier Didier Défago bereits im ersten Lauf aus.
Keystone
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Es war wie so oft in den letzten Monaten und Jahren: Ted Ligety distanzierte die Konkurrenz schon im ersten Lauf und raubte ihr damit den Glauben, ihn tatsächlich schlagen zu können. Und im zweiten verwaltete der Amerikaner seinen Vorsprung souverän. Er feierte in Rosa Chutor seinen zweiten Olympiasieg, nachdem er vor acht Jahren die Kombination von Turin gewonnen hatte.

Während der Favorit also zu seinem erhofften Sieg kam, endete das Rennen für seinen Vorgänger Carlo Janka mit einer Enttäuschung. Der Triumphator von Vancouver 2010 hatte sich schon nach dem ersten Lauf gewohnt kritisch gezeigt, sah da und dort kleine Fehler. Das änderte nichts daran, dass das Podest in Reichweite lag. Doch der Bündner schaffte keinen Exploit, stattdessen verlor er im zweiten Durchgang vier Plätze und wurde 13., nachdem er vor allem bei den Übergängen Probleme bekundet hatte. «Kanten sind nicht mein Ding. Und auch solch weiche Unterlagen sind nichts für mich», konstatierte er und suchte weitere Unsauberkeiten in seiner Fahrt: «Unten war ich entweder zu rund oder zu spitz.»

«Das ist schon lange her»

Janka zeigte sich zwar enttäuscht ob seiner Leistung, verlor aber nicht den Bezug zur Realität. Statt von einer verpassten Medaille zu sprechen, sagte er: «Wenn man den ganzen Winter zwischen Rang 20 und 30 herumdümpelt, muss man nicht das Gefühl haben, an den Olympischen Spielen aufs Podest fahren zu können.» An dieser Einschätzung änderte auch sein 6. Platz von Beaver Creek im Dezember nichts. «Das ist schon lange her.»

Für Janka endeten die Spiele damit ohne Medaille, was nicht überrascht. Und doch trauerte er einer verpassten Gelegenheit nach: «In der Abfahrt wäre ein Podestplatz dringelegen.» Die Erinnerung an seinen Fehler ist noch frisch: Der zu weite Sprung in die falsche Richtung bei der Klippe «Bear's Brow» warf ihn auf Platz 6 zurück.

Rosa Chutor. Riesenslalom der Männer: 1. Ted Ligety (USA) 2:45,29. 2. Steve Missillier (Fr) 0,48 zurück. 3. Alexis Pinturault (Fr) 0,64. 4. Marcel Hirscher (Ö) 0,94. 5. Ondrej Bank (Tsch) 1,00. 6. Matthias Mayer (Ö) 1,05. 7. Benjamin Raich (Ö) 1,06. 8. Felix Neureuther (De) 1,30. 9. Thomas Fanara (Fr) 1,44. 10. Henrik Kristoffersen (No) 1,50. 11. Luca De Aliprandini (It) 1,62. 12. Fritz Dopfer (De) 1,68. 13. Carlo Janka (Sz) 1,75. 14. Matts Olsson (Sd) 1,77. 15. Tim Jitloff (USA) 1,84. 16. Leif Kristian Haugen (No) 1,86. 17. Davide Simoncelli (It) 2,06. 18. Philipp Schörghofer (Ö) 2,17. 19. Jared Goldberg (USA) 2,19. 20. Bode Miller (USA) 2,53. Ferner: 28. Mauro Caviezel (Sz) 4,46. 30. Gino Caviezel (Sz) 5,11. – 107 Fahrer gestartet, 72 klassiert. – Ausgeschieden: u.a. Didier Défago (Sz), Marcus Sandell (Fi), Manfred Mölgg (It), Roberto Nani (It), Kjetil Jansrud (No). – Disqualifiziert: Stefan Luitz (De).

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