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Ein Rückfall in alte Muster

Gemessen am Potenzial ist die Schweiz in Sotschi mit der besten Nationalmannschaft in der Geschichte angetreten. Umso enttäuschender ist der Output von gerade einmal drei Toren in vier Partien.

Der Achtelfinal gegen die Letten fängt aus Schweizer Sicht nicht gut an. Nach 9 Minuten gehen die Balten in Führung. Und...
Der Achtelfinal gegen die Letten fängt aus Schweizer Sicht nicht gut an. Nach 9 Minuten gehen die Balten in Führung. Und...
Keystone
...als Morris Trachsler auf der Strafbank sitzt, düpiert der beste Lette, Lauris Darzins, Jonas Hiller zum 2:0. Der NHL-Goalie hat sich für einmal zu spät verschoben.
...als Morris Trachsler auf der Strafbank sitzt, düpiert der beste Lette, Lauris Darzins, Jonas Hiller zum 2:0. Der NHL-Goalie hat sich für einmal zu spät verschoben.
Keystone
Das frühe Out in Sotschi ist ein Rückschlag für das Schweizer Eishockey, aber auch für Coach Sean Simpson, der ein wenig zu oft die Sturmreihen durcheinander gewirbelt hat. Als Krisenmanager muss der Headcoach noch zulegen. Aber der Trainer kann nicht die Tore schiessen; das müssen schon seine Schäfchen tun.
Das frühe Out in Sotschi ist ein Rückschlag für das Schweizer Eishockey, aber auch für Coach Sean Simpson, der ein wenig zu oft die Sturmreihen durcheinander gewirbelt hat. Als Krisenmanager muss der Headcoach noch zulegen. Aber der Trainer kann nicht die Tore schiessen; das müssen schon seine Schäfchen tun.
Keystone
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Die Situation ist paradox: Gemessen am Potenzial ist die Schweiz in Sotschi mit der besten Nationalmannschaft in der Geschichte angetreten. Noch nie hatte eine helvetische Auswahl derart viel Qualität vereint. Umso enttäuschender ist der Output von gerade einmal drei Toren in vier Partien.

In der Vergangenheit wurden bei einem Misserfolg oftmals die NHL-Spieler kritisiert. Das wäre in diesem Fall fehl am Platz. Vielmehr sorgten die vier Verteidiger sowie die zwei Torhüter aus Nordamerika dafür, dass sich die Schweiz im Defensivbereich auf der Höhe der Topnationen bewegte. Im Angriff aber fehlten Balance und Ausgeglichenheit.

Es wäre besser gewesen, zugunsten eines kräftigen Spielers auf einen Techniker zu verzichten. Die meisten Stürmer sind zwar schnell und wendig, wurden aber immer wieder auf die Seiten in die brotlose Kunst abgedrängt. Auffallend ist, wie konsequent die Teams in Sotschi den Slot vor dem eigenen Tor abriegeln. Den Schweizern mangelte es an Wucht und zuweilen auch am Willen, in jene Zone vorzudringen, Abpraller zu provozieren und Schläge einzustecken. Diesbezüglich war ein Rückfall in alte Muster zu beobachten. Nach dem Gewinn von WM-Silber war Trainer Sean Simpson bemüht gewesen, sämtliche Protagonisten auf den Boden der Realität zurückzuholen. Nun sind sie dort angekommen.

reto.kirchhofer@bernerzeitung.ch

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