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Gold für Jansrud – Schweizer enttäuschen

Kjetil Jansrud holt nach Abfahrts-Bronze die Goldmedaille im Super-G. Er siegt vor Überraschungsmann Andrew Weibrecht und den zeitgleichen Bode Miller und Jan Hudec. Bester Schweizer wird Patrick Küng als Elfter.

Wenn es läuft, dann läuft es: Kjetil Jansrud gewinnt nach Bronze in der Abfahrt nun Gold im Super-G.
Wenn es läuft, dann läuft es: Kjetil Jansrud gewinnt nach Bronze in der Abfahrt nun Gold im Super-G.
Keystone
Tränen: Bode Miller wurde im Zielraum von seinen Emotionen übermannt...
Tränen: Bode Miller wurde im Zielraum von seinen Emotionen übermannt...
Keystone
Der beste Schweizer: Patrick Kueng winkt geknickt in die Menge.
Der beste Schweizer: Patrick Kueng winkt geknickt in die Menge.
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Die 28-jährige Kjetil Jansrud holte sich Medaillen, auf die eigentlich sein Landsmann Aksel Svindal spekuliert hat. Doch Top-Favorit Svindal büsste oben zu viel Zeit ein, konnte den Rückstand bis ins Ziel nicht mehr aufholen und verpasste das Podest als Siebter um 0,09 Sekunden.

Jubeln durfte dafür Jansrud, der ansonsten oft im Schatten von Svindal steht. Der Norweger stand im Weltcup zwar schon zwölfmal auf dem Podest, allerdings nur einmal als Sieger (im Super-G im März 2012 in Kvitfjell). An Weltmeisterschaften noch ohne Edelmetall geblieben, hat Jansrud an Olympischen Spielen schon einen kompletten Medaillensatz in drei verschiedenen Disziplinen gewonnen. Er wurde vor dem Triumph im Super-G schon vor sieben Tagen in der Abfahrt Dritter und vor vier Jahren im Riesenslalom Zweiter.

Nach den Enttäuschungen in der Abfahrt und in der Super-Kombi holte sich US-Star Bode Miller nun seine ersehnte Medaille. Er klassierte sich ex-aequo mit dem Kanadier Jan Hudec auf dritten Platz. Die beiden wurden noch vom Amerikaner Andrew Weibrecht geschlagen, der mit der Startnummer 29 ins Rennen ging. Der 28-Jährige hatte schon vor vier Jahren in Vancouver Olympia-Bronze im Super-G gewonnen und stand seither nie mehr auf einem Weltcup-Podest.

Nebst vielen anderen gratulierte auch Lara Gut per Twitter den vier Medaillengewinnern:

Schwache Schweizer

Aus Schweizer Sicht war der achte olympische Super-G der Geschichte ein Rennen zum vergessen. Patrick Küng, der Super-G-Sieger von Beaver Creek, klassierte sich mit über 1,2 Sekunden Rückstand auf Jansrud als bester Schweizer nur auf dem 12. Rang. Carlo Janka (22.) verspielte alle seine Chancen schon im obersten Streckenteil. Gar mehr als zweieinhalb Sekunden büsste Beat Feuz ein (27.).

Schnell unterwegs war Didier Défago. Bei der zweiten Zwischenzeit lag der Walliser noch einige Hundertstel vor Jansrud, Miller und Hudec. Doch unmittelbar danach beging Défago einen groben Fehler. Im Zielhang schliesslich schied der Abfahrts-Olympiasieger von 2010 gar noch aus.

Rosa Chutor. Super-G der Männer: 1. Kjetil Jansrud (No) 1:18,14. 2. Andrew Weibrecht (USA) 0,30 zurück. 3. Bode Miller (USA), Jan Hudec (Ka) 0,53. 5. Otmar Striedinger (Ö) 0,55. 6. Max Franz (Ö) 0,60. 7. Aksel Lund Svindal (No) 0,62. 8. Peter Fill (It) 0,71. 9. Ondrej Bank (Tsch) 0,97. 10. Morgan Pridy (Ka) 1,05. 11. Adrien Théaux (Fr) 1,21. 12. Patrick Küng (Sz) 1,24. 13. Aleksander Aamodt Kilde (No) 1,30. 14. Ted Ligety (USA) 1,34. 15. Thomas Mermillod Blondin (Fr) 1,39. Ferner: 22. Carlo Janka (Sz) 1,87. 27. Beat Feuz (Sz) 2,51. - Ausgeschieden: u.a. Didier Défago (Sz), Christof Innerhofer (It), Matthias Mayer (Ö), Erik Guay (Ka).

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