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Der russische Olympia-Traum ist geplatzt

Im olympischen Eishockey-Turnier ist für Russland die Viertelfinal-Hürde Finnland zu hoch. Der Gastgeber verliert 1:3 und scheitert ein weiteres Mal an Olympia.

Geknickt: Verteidiger Anton Below nach der Niederlage gegen Finnland.
Geknickt: Verteidiger Anton Below nach der Niederlage gegen Finnland.
Keystone
Hängende Köpfe: Für die Russen zählte der Eishockey-Wettbewerb zu den allerwichtigsten – nun ist schon in den Viertelfinals Endstation.
Hängende Köpfe: Für die Russen zählte der Eishockey-Wettbewerb zu den allerwichtigsten – nun ist schon in den Viertelfinals Endstation.
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Halbfinalgegner: Die Schweden feiern ein Tor, während der slowenische Keeper Robert Kristan erneut hinter sich greifen musste. In den Halbfinals kommt es nun zum nordländischen Duell zwischen Schweden und Finnland.
Halbfinalgegner: Die Schweden feiern ein Tor, während der slowenische Keeper Robert Kristan erneut hinter sich greifen musste. In den Halbfinals kommt es nun zum nordländischen Duell zwischen Schweden und Finnland.
Keystone
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Letztmals hatten die Russen 1992 in Albertville über die Goldmedaille jubeln können. Auch an den Spielen in der Heimat wurde nichts aus dem innigen Gold-Wunsch, zu stark und clever präsentierten sich die Finnen. Besonders nach dem frühen Rückstand durch Ilja Kowaltschuk (8.) reagierten die Nordländer abgebrüht und glichen nur eine knappe Minute später durch Juha-Matti Aaltonen zum 1:1 aus. Als der 43-jährige Oldie Teemu Selänne, mit sechs Teilnahmen an Olympia die Eishockey-Majestät schlechthin, die Finnen zwei Minuten vor dem ersten Drittelsende in Front schoss, ahnten die Zuschauer bereits Böses. Nach Mikael Granlunds Treffer zum 3:1 (26.) nahm das Unheil definitiv seinen Lauf.

Coach Sinetula Biljaletdinow versuchte alles. Er ersetzte sogar ohne ersichtlichen Grund Goalie Semen Warlamow durch Sergej Bobrowski und unternahm damit einen letzten kläglichen Versuch, sein Team nochmals wachzurütteln. Doch das verzweifelte Anstürmen von Superstar Alexander Owetschkin und Co. nützte im Schlussdrittel nichts mehr, das bittere Viertelfinal-Out war trotz überlegenem Schussverhältnis von 38:22 Tatsache. Russland versank im Tränenmeer, während die Nordländer um Edelmetall kämpfen werden. Finnland trifft nun in den Halbfinals auf Schweden, das sich seinerseits im ersten Viertelfinal gegen Slowenien 4:0 durchgesetzt hatte.

Sloweniens erfolgreiche Olympia-Kampagne

Schweden, der Olympiasieger von 2006, der vor vier Jahren in Vancouver im Viertelfinal gescheitert war, tat sich gegen den krassen Aussenseiter 40 Minuten lang schwer. Alexander Steen brach erst 70 Sekunden vor der ersten Pause im Powerplay den Bann (19.). Doch die Slowenen wehrten sich auch im Mitteldrittel tapfer, Daniel Sedin erzielte erst in der 42. Minute das beruhigende zweite Tor für den hohen Favoriten. Loui Eriksson (49.) und Carl Hagelin (52., 57.) sorgten im Finish für ein klares Resultat. Für Sloweniens Eishockey war es dennoch der grösste Erfolg der Geschichte, erstmals stand es bei einem grossen Turnier (WM oder Olympia) im Viertelfinal und war damit der erste Olympia-Debütant seit Weissrussland und Kasachstan 1998, der in die Runde der besten acht Mannschaften vorstiess.

Kanada alles andere als souverän

Während sich die starken Amerikaner mit einem überzeugenden Auftritt gegen Tschechien problemlos 5:2 durchsetzten, bekundete Kanada gegen Lettland viel mehr Mühe als erwartet. Erst sechs Minuten vor Schluss erlöste Shea Weber mit dem 2:1 den haushoch überlegenen Gold-Anwärter (Schussverhältnis 57:16). Nochmals demonstrierten die Letten wie beim Sieg gegen die Schweiz ihre unbequeme, aufsässige Spielweise und lieferten den Beweis, dass ihre Viertelfinal-Qualifikation nicht zufällig zustande gekommen war.

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