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Berner Ideen (16)Nun trinken Hipster den einstigen Armenkaffee

Fabienne Lüdi eröffnete mit dem Werkhof im Liebefeld ein Restaurant, das nur lokale Produkte anbietet. Nach vielem Rumpröbeln besteht der Kaffee jetzt aus Lupinen.

Sieht aus wie Kaffee und riecht nach Popcorn: Fabienne Lüdi giesst Lupinenkaffee ein.
Sieht aus wie Kaffee und riecht nach Popcorn: Fabienne Lüdi giesst Lupinenkaffee ein.
Foto: Raphael Moser

In der grossen Halle riecht es aromatisch nach Kaffee. Es herrscht geschäftiges Treiben. Röster Reto Sigrist hantiert an der grossen Maschine, daneben packen zwei Männer Kaffee ab, immer wieder surrt das automatische Mahlgerät. Hier im ehemaligen Feuerwehrdepot am Viktoriaplatz in Bern wird normalerweise der Kaffee von Adrianos geröstet und abgepackt. Zwischendurch aber muss sich Röster Sigrist auf ein anderes Röstgut einstellen: auf die Hülsenfrucht Lupinen.

Seit eineinhalb Jahren läuft hier der Versuch, lokalen Kaffee herzustellen. Angestossen wurde er von Fabienne Lüdi und ihrem Team. Auf der Suche nach einer regionalen Alternative zum importierten Kaffee stiessen die Betreiber des Restaurants Werkhof auf Lupinen. Im Mai machten sie dann ihr Lokal auf. Der Werkhof, der momentan wie alle anderen Gaststätten im Kanton Bern geschlossen ist, setzt ausschliesslich auf Produkte, die in der Schweiz wachsen, auch bei den Getränken. Und liefert den Lupinenkaffee mittlerweile an ausgewählte Anbieter wie die lokale Vermarktungsplattform Grundstock in Bern.

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