Zum Hauptinhalt springen

Pflegefachleute fordern BundesgelderHumbel: «So miserabel verdienen die auch nicht»

Die Belohnung für den Corona-Effort des Pflegepersonals soll durch den Bund finanziert werden. Ruth Humbel, Präsidentin der nationalrätlichen Gesundheitskommission, findet die Forderung «zynisch».

Pflegende an der Belastungsgrenze: Blick in die Intensivstation am Spital La Carita in Locarno.
Pflegende an der Belastungsgrenze: Blick in die Intensivstation am Spital La Carita in Locarno.
Foto: Pablo Gianinazzi (Keystone)

Das Pflegepersonal erbrachte in der ersten Corona-Welle im Frühling eine grosse Leistung und erntete dafür viel Applaus. Doch auf den erhofften finanziellen Bonus und die personelle Entlastung warten die meisten noch immer. Auch in der zweiten Ansteckungswelle stehen Pflegende und Ärzte wieder vor anstrengenden Diensten und Sonderschichten. Deshalb organisiert der Schweizer Berufsverband der Pflegefachleute (SBK) eine Protestwoche, die am Samstag mit einer Demonstration auf dem Bundesplatz endet.

Hauptforderung ist eine rasche Verbesserung der Arbeitsbedingungen. SBK-Geschäftsführerin Yvonne Ribi erwartet, dass nun der Bund die Versprechen ans Pflegepersonal einlöst. Von den Kantonen seien die Pflegenden bereits kurz nach der ersten Welle enttäuscht worden, als Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz kantonaler Gesundheitsdirektoren (GDK), das Personal vor Illusionen warnte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.