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Interview mit der neuen Ärztepräsidentin«In der BAG-Führung fehlt es an ärztlicher Expertise»

Einst war sie bei der Revolutionären Marxistischen Liga, jetzt ist sie oberste Ärztin des Landes. FMH-Präsidentin Yvonne Gilli über ihre umstrittene Impfhaltung, Homöopathie in Arztpraxen und ihren erstaunlichen Werdegang.

«Das sind Fundamentalisten, die aber recht laut sein können»: Die designierte FMH-Präsidentin Yvonne Gilli.
«Das sind Fundamentalisten, die aber recht laut sein können»: Die designierte FMH-Präsidentin Yvonne Gilli.
Foto: Goran Basic

Sie lernte ursprünglich Pflegefachfrau, sass als Grüne im Nationalrat, nun wird sie Präsidentin der nationalen Ärztevereinigung FMH mit 42’000 Mitgliedern. Ihre Wahl löste in Fachkreisen zum Teil scharfe Proteste aus. Einerseits, weil Gilli in ihrer Hausarztpraxis nicht nur auf Schulmedizin, sondern auch auf Homöopathie und Traditionelle Chinesische Medizin setzt, andererseits, weil durch gewisse Äusserungen in der Vergangenheit Zweifel aufkamen, ob sie voll und ganz hinter dem Impfen steht.

Am ersten Februar tritt die 63-Jährige ihr Amt an – in einer Zeit, in der die Medizin gefordert ist wie schon lange nicht mehr. Wir treffen die Ärztin in ihrem Behandlungszimmer im IBP-Institut in Winterthur, wo sie psychotherapeutische Begleitungen anbietet.

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