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«Wir haben unsere Glaubwürdigkeit erarbeitet»

Herr Ludmann, wie begegnet McLaren der Herausforderung der ­CO2-Thematik?

Wir verbauen zukünftig Hybridantriebe, womit wir die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Wir machen keine Religion aus der Technologie, aber wir ­machen eine aus den Attributen, die ein McLaren hat, wie er sich anfühlt und fährt. Bei uns ist das Leistungsgewicht wichtig. Das kann man mit sehr viel Leistung erreichen – oder mit viel ­Leistung in einem leichten Fahrzeug, wobei Letzteres für uns immer die bessere Lösung ist.

Jens Ludmann: Chief Operation Officer (COO) von McLaren. Foto: PD
Jens Ludmann: Chief Operation Officer (COO) von McLaren. Foto: PD

Sportwagen sind in der Regel keine Alltagsautos. Wie können Sie diese ­hochmotorisierten Fahrzeuge heute trotzdem noch ­legitimieren?

Wir verkaufen nicht Transport, sondern Entertainment. Diese Aussage liefert die beste Antwort. Unsere Kunden fahren ihre Autos für den Spass, nicht nur, weil sie von A nach B kommen wollen. Natürlich sind Autos wie unser neuer GT auch für Lang­strecken gebaut. In der Regel aber fährt man McLaren, weil sie unheimlich Spass machen und ihr Fahrgefühl bereichert.

Wo macht McLaren im Vergleich zu anderen Sportwagenherstellern Abstriche?

Ich sage es mal so: Bei den sehr sportlichen Varianten, die wir bauen, da lassen wir bei Geräuschisolierungen auch schon mal unnötiges Gewicht weg, denn bei allen Teilen achten wir auf Gewichtsoptimierung. Beim komfortablen GT spendieren wir aber auch mal zehn Kilogramm ­extra, um den Geräuschkomfort für die Langstrecke zu optimieren.

McLaren wurde vor allem durch die Formel 1 bekannt. Wie wirkt sich das heute auf Ihre Strassenautos aus?

McLaren hat aufgrund der Formel-1-Geschichte viel Strahlkraft. Der Ruf hat uns als Automarke McLaren Automotive anfänglich geholfen. In den vergangenen Jahren aber haben wir nicht ­weniger Autos verkauft, obwohl der Rennzirkus nicht mehr ganz so attraktiv war. Das heisst, wir haben uns eine Glaubwürdigkeit erarbeitet und sind heute von der Formel 1 unabhängig.

Ihre Strategie bis ins Jahr 2025 sieht die Hybridisierung der ganzen McLaren-Palette vor. Ist auch ein Elektro-McLaren denkbar?

Wir planen, bis 2025 alle unsere Modelle hybridisiert zu haben, mit einer Ausnahme: In der limitierten Ultimate-Serie lassen wir uns den Entscheid offen, weil wir da sehr spezielle Autos bauen. Wir glauben aber, dass bei der Batterietechnologie bis 2025 ein Reifegrad erreicht sein wird, mit dem man gute Sportautos bauen kann. Wir arbeiten an der elektrifizierten Antriebstechnologie, haben aber noch keine festen Pläne für einen E-McLaren kommuniziert.

Wagen Sie einen Ausblick in die Zukunft: McLaren im Jahr 2050, wie sieht das aus?

Fahrspass pur!

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