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So kommt das Kokain nach Bern

Am Montag beginnt in Bern der Prozess gegen einen europaweiten Kokainschmuggler-Ring. Es wird ein seltener Einblick in eine Schattenwelt.

Das sichergestellte Kokain aus dem Autoreifen.

Das sichergestellte Kokain aus dem Autoreifen.

(Bild: zvg/Kapo Bern)

Michael Bucher@MichuBucher
Cedric Fröhlich@cedricfroehlich

Vier Kilogramm Kokain, von Amsterdam nach Bern – für die beiden Drogenschmuggler war es ein Routinejob. Sie gingen die Sache an, wie sie es zuvor schon dutzendfach getan hatten. Sie fuhren in die schmucklose Wohngegend im Südosten der Stadt, an die Strasse mit den dunklen Backsteinhäusern, zum Haus Nummer 22. Dort gab man ihnen den Stoff. Sie wickelten ihn in Plastikfolien und versteckten ihn im Ersatzreifen ihres Mietautos. Dann fuhren sie los. Raus aus der Strasse, aus der Gegend, aus Amsterdam. Richtung Süden. Sie kamen unbehelligt in der Schweiz an – wie immer. Doch dann, an jenem Frühlingstag im März 2015, hatten die beiden Pech. Sie gingen der Kantonspolizei Bern ins Netz.

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