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«Sepp ist verrückt geworden»

Christian Constantin nimmt in der «L'Equipe» kein Blatt vor den Mund und erzählt von seinen persönlichen Kontakten mit Sepp Blatter.

Emotionales Verhältnis: Christian Constantin und Sepp Blatter.
Emotionales Verhältnis: Christian Constantin und Sepp Blatter.

Als Christian Constantin vor vier Monate in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger zu Sepp Blatter befragt wurde, nannte er den Fifa-Präsidenten einen guten Diktator und beschrieb seinen Charakter. «Sepp ist ein pfiffiger, schlauer Junge. Er ist ein Mann der Politik, der die Karriereleiter hochgeklettert ist. Um seine Position zu erreichen, muss man gerissen sein. Er hat ein politisches Gespür, mit dem er sich von den anderen Leuten im Fussball abhebt.»

Das waren Constantins Worte im Juni, diese Woche gab der Präsident des FC Sion der französischen Sportzeitung «L'Equipe» ein ausführliches Interview. Er beschreibt darin ein Treffen am Tag nach der Suspendierung Blatters von Fifa. «Ich habe ihm gesagt, er müsse das Büro verlassen. Doch er antwortete, sie hätten ihm nur untersagt, zu arbeiten. Er werde jetzt Kaffee trinken und fernsehen. Er bleibe in seinem Büro.»

Die Party ist vorbei

Einige Tage später begegneten sich Constantin und Blatter in Visp, worauf es vonseiten CC erneut zu einem Appell an die Adresse des suspendierten Fifa-Präsidenten kam. «Ich sagte ihm: ‹Hör zu Sepp, die Party ist vorbei. Dieses System ist am Ende.›» Blatter blieb unbeirrt und ignorierte ihn. «Sepp ist verrückt geworden», sagt Constantin. «Auf diesem Niveau der Macht haben die Leute keinen Verstand mehr. Machtmenschen sind gleichzeitig Kinder und Verrückte.»

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