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Kleine Verwahrung für Prostituierten-Mörder

2010 hat er in Biel eine Prostituierte ermordet. Das Obergericht revidierte sein Urteil von 2013.

Im Jahr 2010 wurde in Biel eine Prostituierte umgebracht. Nun wurde der Fall am Obergericht des Kantons Bern neu aufgerollt.
Im Jahr 2010 wurde in Biel eine Prostituierte umgebracht. Nun wurde der Fall am Obergericht des Kantons Bern neu aufgerollt.
Bieler Tagblatt

Der Mann, der 2010 in Biel eine Prostituierte ermordete, wird verwahrt, aber nicht lebenslänglich. Das Obergericht des Kantons Bern folgt mit dem Urteil von Freitag somit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. 2013 hatte das Obergericht im selben Fall noch eine lebenslängliche Verwahrung ausgesprochen.

Bei der nun ausgesprochenen sogenannten kleinen Verwahrung wird - anders als bei der lebenslänglichen Verwahrung - nach dem Verbüssen der Haftstrafe regelmässig geprüft, ob die Verwahrung zugunsten einer bedingten Entlassung aufgehoben werden kann.

Die Verteidigung forderte in ihrem Plädoyer von Donnerstag anstelle jeglicher Verwahrung eine stationäre Massnahme, damit sich beim Verurteilten eine bereits eingesetzte positive Entwicklung fortsetzen könne.

2013 noch zu lebenslänglicher Verwahrung verurteilt

Es ist bereits das zweite Mal, dass sich das Obergericht des Kantons Bern mit dem Prostituierten-Mörder befasst. 2013 verurteilte es den heute 36-jährigen Mann aus der Elfenbeinküste noch zu einer 20-jährigen Freiheitsstrafe mit anschliessender lebenslänglicher Verwahrung.

Der Verurteilte zog das Urteil aber ans Bundesgericht weiter. Während die 20-jährige Freiheitsstrafe vom Bundesgericht bestätigt wurde und somit rechtskräftig ist, hob es die lebenslängliche Verwahrung wieder auf. Der Verurteilte hatte 2010 in Biel einer brasilianischen Prostituierten mit einem Messer die Kehle durchgeschnitten. Zudem vergewaltigte er eine weitere Prostituierte.

SDA/chh

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