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Die Grasburg wird saniertNeue Mauern für die alte Burg

Sie ist die grösste Burgruine im Kanton: die Grasburg bei Schwarzenburg. Weil die Ruine in einem schlechten Zustand ist, soll sie saniert werden.

Dereinst diente die Grasburg bei Schwarzenburg als Marktort und strategischer Vorposten der Stadt Bern.
Dereinst diente die Grasburg bei Schwarzenburg als Marktort und strategischer Vorposten der Stadt Bern.
Foto: Andreas Blatter
Heute haben die Witterung und die Zeit den Mauern zugesetzt. Sie sind überwachsen und drohen zu zerfallen.
Heute haben die Witterung und die Zeit den Mauern zugesetzt. Sie sind überwachsen und drohen zu zerfallen.
Foto: Iris Andermatt
Deshalb will die Stadt Bern als Eigentümerin die Ruine für rund zwei Millionen Franken sanieren lassen.
Deshalb will die Stadt Bern als Eigentümerin die Ruine für rund zwei Millionen Franken sanieren lassen.
Foto: Iris Andermatt
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Die Grasburg thront hoch über der Sense. Die verwitterten Mauern und überwachsenen Steinhaufen erinnern an die einstige Pracht der Trutzburg. Im 16. Jahrhundert diente sie als Marktort und als strategischer Vorposten der Stadt Bern, welche die Ruine seit 1894 auch besitzt. Heute ist sie die grösste Burgruine im Kanton Bern.

Doch: Die Burg ist in einem schlechten Zustand. Regen und Feuchtigkeit haben den Mauern zugesetzt, immer wieder kommt es zu Felsabbrüchen. Deshalb soll die Ruine nun saniert werden, wie die Stadt Bern in einer Mitteilung schreibt.

Rund zwei Millionen Franken

Einerseits will man an den Burgmauern arbeiten: Hier sollen einzelne Mauersteine repariert oder ganz ersetzt werden. Andererseits müsse auch der Fels, auf dem die Grasburg steht, stellenweise stabilisiert werden. Ausserdem plant die Stadt das Ausflugsziel durch sogenannte Entwicklungsmassnahmen attraktiver zu gestalten. Beispielsweise sollen eine neue Brücke als Hauptzugang zur Burg errichtet sowie Informations- und Erläuterungstafeln angebracht werden.

Im Herbst 2020 will die Besitzerin mit den Arbeiten beginnen. Um diese umzusetzen, hat der Gemeinderat der Stadt Bern einen Kredit von fast zwei Millionen Franken zuhanden des Stadtrats verabschiedet. Zudem rechnet man mit Subventionen, voraussichtlich aus dem Lotteriefonds und vom Bundesamt für Kultur. Diese Beiträge sollen rund eine Million der Kosten decken. Weitere 100’000 Franken stammen von der Standortgemeinde Schwarzenburg: Sie habe ihre Beteiligung bereits zugesichert.