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Von Kopf bis Fuss: HerbstmüdigkeitNeue Energie in fünf Minuten

Die kürzeren Tage und das trübe Wetter machen träge. Bloggerin Silvia Aeschbach verrät ihre fünf Tricks, wie sie im Alltag in Schwung kommt.

Sonnenlicht und entschleunigtes Atmen: Bewusste Auszeiten machen uns gelassener und fitter.
Sonnenlicht und entschleunigtes Atmen: Bewusste Auszeiten machen uns gelassener und fitter.
Foto: Getty Images

Vielleicht liegt es am Wetterwechsel. Vielleicht auch daran, dass ich mich nach einer Woche Ferien etwas schwertue, wieder in den Alltag zurückzukehren. Vor allem am Morgen habe ich Mühe, aus dem Bett zu kommen. Dies, obwohl meine Tage später als jene der meisten anderen Menschen beginnen. Denn ich bin oft nachts im Schreibfieber, wenn sich mein Umfeld im Tiefschlafmodus befindet. Weil sich meine Energielosigkeit kongruent zur Anzahl täglicher Sonnenstunden verhält, weiss ich, wie wichtig es für meine Gesundheit ist, dass ich mich täglich mindestens 30 Minuten an der frischen Luft bewege. Und das auch, wenn der Himmel grau ist. In der düsteren Jahreszeit lasse ich meinen Vitamin-D-Spiegel von meinem Hausarzt kontrollieren und greife, falls nötig, auf Vitamin-D-Tropfen zurück. Zudem helfen mir diese fünf schnellen Fit-Booster:

Den Kreislauf pushen

Es braucht Überwindung, aber Wechselduschen wirken wahre Wunder. Damit der Kälteschock nicht zu heftig ist, gehe ich den Tag vor dem Duschen gemächlich an. Nach einem Glas lauwarmem Wasser mit einem Spritzer Zitrone – quasi als innere Dusche – und dem doppelten Espresso Macchiato starte ich, indem ich mich abwechselnd warm und kühl bis kalt abbrause. Dabei beginne ich immer bei den Knöcheln und gehe weiter in Richtung des Herzens. Das warme Wasser erweitert die Gefässe, das kühle sorgt dafür, dass sie sich danach wieder reflexartig zusammenziehen. Dieses Kreislauftraining macht mich wach und erfrischt. Und auch meine Haut sieht rosiger aus und fühlt sich straffer an.

Fit durch Food

Wenn ein hektischer Tag ansteht, habe ich immer einen kleinen Beutel mit einem Nussmix dabei. Bevor der Hungerast «einfahren» kann, greife ich zu (ungesalzenen) Mandeln, Wal-, Pecan- und Haselnüssen, deren Vitamin-B-Komplexe, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren mir neuen Schwung geben. Ich bin kein Bananen-Fan, aber auch sie sind Wachmacher. Dies, weil sie unter anderem dank ihrer Kohlenhydrate neue Energie liefern. Und zum Schluss esse ich ein paar Stückchen dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent. Wissenschaftler der kalifornischen Loma Linda University haben herausgefunden, dass die in der Bitterschokolade enthaltenen Inhaltsstoffe nicht nur entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken, sondern auch die Laune heben können.

Jumpin’ Jack Flash

Ob mit oder ohne Musik der Rolling Stones: Fünf Minuten auf dem Minitrampolin springen, bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern soll auch die Fettverbrennung stärker ankurbeln als Joggen. Dies behauptet eine Studie im International Journal of Sports Science.

Atmen gegen den Stress

Wie wichtig das «richtige» Atmen ist, weiss ich, seit ich als Jugendliche unter Panikattacken gelitten habe. Schon bevor die Attacke losging, atmete ich so oberflächlich, dass ich bald schon hyperventilierte. In einer Körpertherapie lernte ich, bewusst zu atmen. Fühle ich mich heute innerlich angespannt, lege ich mich aufs Bett oder stelle mich an ein geöffnetes Fenster und übe das «entschleunigte» Atmen. Thomas Loew, Professor für Psychotherapie, hat in einem spannenden Interview mit dem deutschen Magazin «Geo» erklärt, wie heilend diese Form des Atmens sein kann. Verkrampfe ich mich bei Ärger im Alltag, atme ich tief ein und versuche, beim Ausatmen die negativen Gefühle «wegzuatmen». Gute Erfahrungen habe ich mit der App «Breathe» gemacht, die mir geholfen hat, in stressigen Situationen den persönlichen Atemrhythmus finden.

Mein persönliches Kopfkino

Einmal täglich nehme ich mir zehn Minuten Zeit zum Visualisieren. Dabei stelle ich mir im entspannten Zustand bildlich etwas vor, das mir guttut. Die beste Voraussetzung, um zu visualisieren, ist ein kurzes Autogenes Training, das ich in diesem Blog auch schon beschrieben habe (hier gehts zum Beitrag). Am besten funktioniert das Visualisieren, wenn ich mich aufs Bett lege, aber es klappt auch im Sitzen. Wichtig ist allerdings, dass ich die Wunschbilder, die ich mir vorstelle, nicht nur sehe, sondern sie auch fühle. Dieser kurze Ausflug in meine Traumwelt gibt mir nicht nur ein gutes Gefühl. Ich bin auch motiviert, meine Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

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2 Kommentare
    Gaoxiang Tofu

    Von Vitamin D12 hörte ich noch nie. Sehr wohl aber von Vitamin B12 Mangel. Da nützen aber Vitamin D Tropfen nichts.