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Innovation aus ThunNeue Dosen aus Haushaltsschrott

Die Hoffmann Neopac AG hat eine neue Dose entwickelt, die zu 100 Prozent aus recyceltem Stahl besteht und sich für das Verpacken von «Premium-Produkten» eignet.

Die neue Recycan-Dose von Hoffmann Neopac wird zu 100 Prozent als Altdosen hergestellt.
Die neue Recycan-Dose von Hoffmann Neopac wird zu 100 Prozent als Altdosen hergestellt.
Foto: PD

Auf der Interpack in Düsseldorf vom 7. bis 13. Mai wird die Hoffmann Neopac AG eine neue Produktreihe von Weissblechdosen aus 100 Prozent recycelbarem Stahl vorstellen. Dies schreibt das Unternehmen mit Sitz in Thun in einer Medienmitteilung. Das getrennte Sammeln entsorgter Konsumverpackungen aus Stahl ermögliche die Innovation. «Somit schliesst das zukunftsweisende Recycan-Portfolio die Nachhaltigkeitslücke durch eine Verpackungslösung, die nicht nur zu 100 Prozent recycelt ist, sondern auch endlos recycelbar ist», heisst es weiter. Zu Beginn des Prozesses werde haushaltsüblicher Stahl, wie er in Dosen, Verschlüssen und Kronkorken vorkomme, fürs Recycling gesammelt. Die Stahlteile würden dann durch Magneten von Aluminium und Plastikverpackungen getrennt, dann geschreddert, entzinnt und in Formen gepresst. Später würden sie zu Rohstahl eingeschmolzen und zu Brammen gegossen. Diese würden warm-, kaltgewalzt und verzinnt, um schliesslich Verpackungsstahl herzustellen, der bedruckt und zu neuen Dosen geformt werden kann.

Rohstoffe werden eingespart

Recycan eignet sich «als Verpackung für alle möglichen Premiumprodukte wie Säuglingsnahrung, Kaffee, Tee, trockene oder pastöse Kosmetika und Zahnpulver», schreibt Hoffmann Neopac. Die Dosen würden einen umfassenden Schutz vor Licht, Luft und Feuchtigkeit bieten. Die Innovation helfe zudem beim Einsparen von Rohstoffen. «In Europa, Nordamerika und anderen wichtigen Märkten stehen Metalldosen für Nachhaltigkeit, da sie in fest etablierten Recyclingströmen recycelt werden», erklärt Mark Aegler, CEO der Hoffmann Neopac AG. Mit der neuen Produktreihe werde dank des geschlossenen Verwertungskreislaufs ein neuer Massstab gesetzt ‒ vollständig recycelte Produkte, die endlos recycelbar seien. «Und selbstverständlich gehen diese ökologischen Vorteile nicht auf Kosten des Produktschutzes oder der Markenästhetik», so Aegler.

1 Kommentar
    Luc

    Stark, bravo!!!