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Unihockey-PlayoffMit dem Rücken zur Wand

Floorball Köniz hat das zweite Spiel im Playoff-Viertelfinal gegen Zug United 5:6 nach Verlängerung verloren und liegt nun in der Serie mit 0:2 in Rücklage.

Trainer Jyri Korsman hat im Moment einige Dinge im Spiel von Floorball Köniz zu korrigieren.
Trainer Jyri Korsman hat im Moment einige Dinge im Spiel von Floorball Köniz zu korrigieren.
Andreas Blatter

Floorball Köniz steht nach dem zweiten Spiel im Playoff-Viertelfinal bereits ziemlich stark unter Druck. Nach der unglücklichen 7:8-Heimniederlage zum Auftakt der K.-o.-Serie verloren die Berner Vorstädter auch den zweiten Vergleich auswärts bei Zug United 5:6 nach Verlängerung. Andreas Dahlqvist, der schwedische Topskorer in Reihen der Zentralschweizer, schoss seine Mannschaft in der dritten Minute der Verlängerung mit einer herrlichen Direktabnahme zum Sieg. Dabei hatten die Könizer im dritten Drittel noch ganz viel Moral gezeigt, einen Zweitorerückstand aufgeholt und so die Verlängerung erzwungen.

Drei Gegentore in 62 Sekunden

Ganz zu Beginn der Begegnung war den Berner Vorstädtern indes noch eine gewisse Nervosität anzumerken. Die ersten Szenen gehörten auf jeden Fall den Zentralschweizern. Köniz-Torhüter Patrick Eder machte aber einen sehr guten Job, zeigte sich hellwach und entschärfte vorerst alle Abschlussmöglichkeiten der Zuger. Je länger das erste Drittel dauerte, desto besser kamen die Könizer in die Gänge. Sie übernahmen das Spieldiktat und gingen durch Treffer von Olivier Hirschi und Tim Aebersold mit 2:0 in Führung. Doch wie bereits im ersten Spiel, als die Könizer in kurzer Zeit einen Vorsprung von drei Treffern aus der Hand gaben, fanden die Innerschweizer erneut innerhalb von wenigen Sekunden in die Partie zurück. Für drei Tore benötigten sie nur 62 Sekunden und gingen deshalb mit einer 3:2-Führung in den zweiten Spielabschnitt.

Das Spiel gewann im zweiten Drittel an Intensität, es war nun ein veritabler Playoff-Kampf um jeden Millimeter Hallenboden. Keine Equipe konnte sich entscheidend absetzen, und so stiegen die Zuger nach je einem Treffer für beide Equipen auch in den finalen Abschnitt mit einem Tor Vorsprung. Als Emil Julkunen in der 51. Minute das 5:3 gelang, schien der Zuger Sieg nahe. Doch die Könizer zeigten viel Moral und erzwangen wie eingangs erwähnt die Verlängerung. Obschon die Zentralschweizer das bessere Ende letztlich für sich beanspruchten und auch in der Serie 2:0 in Führung gingen, ist für Köniz noch gar nichts verloren. Beide Equipen agieren auf Augenhöhe, Details werden die Serie wohl entscheiden.