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Berner LiteraturLukas Bärfuss wird Gastprofessor an der Uni Bern

Mit Lukas Bärfuss tritt ein gebürtiger Thuner die renommierte Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur an. Er wird über «Wahnsinnige und Idioten» sprechen.

Lukas Bärfuss ist Dramatiker, Romancier und Essayist.
Lukas Bärfuss ist Dramatiker, Romancier und Essayist.
Bild: Lea Meienberg

Schriftsteller Lukas Bärfuss wird im kommenden Frühjahrssemester als Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur an der Universität Bern lehren. Er werde sich dabei intensiv mit dem Werk von Dürrenmatt auseinandersetzen, schreibt die Uni in einer Medienmitteilung.

Zwischen den beiden Autoren gibt es einige Parallelen. Wie der Konolfinger Dürrenmatt beschäftigt sich der Thuner Bärfuss in seinen Werken immer wieder mit menschlichen Abgründen und gesellschaftlichen Problemen. Und auch er scheut nicht davor zurück, sich kontrovers zu aktuellen politischen Themen zu äussern. Zudem erhielt Bärfuss 2019 wie zuvor bereits Dürrenmatt den Georg-Büchner-Preis, der als angesehenster Literaturpreis im deutschsprachigen Raum gilt.

Der 49-jährige Lukas Bärfuss ist Dramatiker, Romancier und Essayist. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm mit dem Theaterstück «Die sexuellen Neurosen unserer Eltern», das 2003 am Theater Basel uraufgeführt wurde. Fünf Jahre später veröffentlichte er sein Romandebüt «Hundert Tage». Das Buch ist eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Schweiz beim Völkermord in Ruanda.

Seine erste Vorlesung in Bern hält Bärfuss am Donnerstag, 25. Februar, um 10 Uhr. Die Reihe steht unter dem Titel «Wahnsinnige und Idioten». Die öffentliche Auftaktveranstaltung zur Gastprofessur ist auf Mittwoch, 3. März, um 18.30 Uhr im Hallersaal der Berner Burgerbibliothek angesetzt. Bärfuss referiert dann zum Thema «Eine kleine Geschichte des Wahnsinns» und führt ein Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Oliver Lubrich.

Auf der Website der Uni Bern gibt es Informationen, unter welchen Bedingungen die Anlässe stattfinden. Je nach Corona-Situation werden sie im Internet live übertragen – oder es werden Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt.

www.unibe.ch

3 Kommentare
    Jüre Däli

    Jetzt fehlt nur noch Cedric Wermuth als Gastprofessor!!! unverständlich