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Interview zu Bundesplatz-Protest«Lehrlinge gibt es in der Klimabewegung kaum»

Was hat die Aktion der Schweizer Klimajugend auf dem Bundesplatz gebracht ausser Aufmerksamkeit? Und wer macht da eigentlich mit? Antworten von Protestforscher Philip Balsiger.

Radikal, akademisch, gut organisiert: Klimaaktivisten auf dem Bundesplatz in Bern.
Radikal, akademisch, gut organisiert: Klimaaktivisten auf dem Bundesplatz in Bern.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Schweizer Klimaaktivisten haben diese Woche Gesetzesverstösse begangen und wurden von Polizisten weggetragen. Eine neue Strategie der Bewegung?

Sie berufen sich damit auf die Tradition des zivilen Ungehorsams. Dabei geht es meist darum, bewusst gegen Gesetze zu verstossen, die als illegitim angesehen werden. Ein berühmtes Beispiel sind die Sit-ins von schwarzen Bürgerrechtlern in den USA in den 60er-Jahren – sie haben sich an Theken in Restaurants gesetzt, in denen Schwarze nicht bedient wurden. Im Falle der Besetzung des Bundesplatzes geht es aber weniger darum, die Illegitimität des Demonstrationsverbots an sich zu thematisieren, als um die Dringlichkeit der Klimaproblematik.

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