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Vor der WM-Abfahrt der MännerLehmann und Kernen: Ein WM-Titel – und nichts ist mehr wie vorher

1993 Morioka, 1997 Sestriere: Die beiden Schweizer gewinnen Abfahrts-Gold. Für Urs Lehmann ist es der einsame Höhepunkt, für Bruno Kernen der Punkt, an dem er die Bodenhaftung zu verlieren droht.

Die Faust geballt für den grössten Sieg seiner Karriere: Urs Lehmann übersteht 1993 in Morioka alle Psychospiele und gewinnt WM-Gold.
Die Faust geballt für den grössten Sieg seiner Karriere: Urs Lehmann übersteht 1993 in Morioka alle Psychospiele und gewinnt WM-Gold.
Foto: Keystone

Sie sind Freunde, teilen sich während der Karriere das Zimmer und eine spezielle Geschichte: Urs Lehmann und Bruno Kernen werden Weltmeister in der Abfahrt. Der eine sagt: «Davon profitiere ich noch heute.» Der andere: «Man sollte eine WM nie kleinreden. Sie kann alles auf den Kopf stellen.» Das sind ihre Geschichten.

Urs Lehmann: Er musste beweisen, dass Sportler nicht dumm sind

Irgendwann brechen die Gegner weg. Einer um den anderen. Urs Lehmann sieht das in den Gesichtern beim Frühstück im grossen Hotelsaal in Morioka. «Ich merkte, wer emotional abhängte oder zu viel getrunken und gefeiert hatte. Ich dachte: Aha, minus 1.» So lautet die Rechnung des Mannes, der wenige Tage später seinen grössten Coup landet und heute Präsident des Schweizer Skiverbandes ist.

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