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Süchtig nach Tintenstichen

Tattoos sind beliebt wie nie. Viele belassen es nicht bei einem, wollen immer mehr. Warum? Eine Journalistin begibt sich in einem Berner Studio auf Antwortsuche.

Der Maestro: Toni Dedai tätowiert seit drei Jahren in Bern.
Der Maestro: Toni Dedai tätowiert seit drei Jahren in Bern.
Susanne Keller
Tätowieren lassen statt Tagebuch schreiben: Ein möglicher Grund für  permanenten Körperschmuck.
Tätowieren lassen statt Tagebuch schreiben: Ein möglicher Grund für permanenten Körperschmuck.
Susanne Keller
Das neue Tattoo: Man erkennt es an der satten Farbe und der Hautrötung.
Das neue Tattoo: Man erkennt es an der satten Farbe und der Hautrötung.
Susanne Keller
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Marilyn Monroe blickt von einem Bild auf die Wartenden herab. Jemand blättert im Motivbuch. Und im Hintergrund surrt die Nadel. Wo sich einst Rocker, Seemänner oder Verurteilte tummelten, finden sich längst Menschen verschiedenster Couleur ein, um sich stechen zu lassen: im Tattoostudio.

Für keinen der Anwesenden an diesem Winterabend ist es die erste Körperverzierung. Nicht für die Journalistin, nicht für die drei Freundinnen, die auf dem roten Samtsofa Platz genommen haben, nicht für den raunenden Kraftprotz, dem Toni Dedai, Inhaber vom Berner Studio «Lebende Legend», gerade das Wort «Life» tätowiert. Kein Wunder also, wird die Kundenbetreuung grossgeschrieben. Während sich das Muskelpaket kurz die Füsse vertritt, nimmt sich Toni Zeit für die Wartenden und hört sich geduldig die unterschiedlichen Tattoowünsche an.

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