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Rote Lippen für lichte Augenblicke

Entweder farbiger Lidschatten oder aber Lippenstift: Diese jahrelange Make-up-Regel gilt nicht mehr. Denn auf die grauen Tage hin darf oben wie unten richtig dick aufgetragen werden.

Schwungvolles rot: Jede Frau kann roten Lippenstift tragen. Alles, was sie dazu braucht, ist ein bisschen Mut, das richtige Produkt, den passenden Farbton und ein gutes Auge für das Hinschummeln der richtigen Lippenform.
Schwungvolles rot: Jede Frau kann roten Lippenstift tragen. Alles, was sie dazu braucht, ist ein bisschen Mut, das richtige Produkt, den passenden Farbton und ein gutes Auge für das Hinschummeln der richtigen Lippenform.
Andreas Blatter

Jahrelang galt es als Make-up-Sünde Nummer eins, gleichzeitig roten Lippenstift und farbigen Lidschatten zu tragen. Zu überladen, zu kitschig war der tiefe Griff in die Farbkiste. Ab sofort gelten andere Regeln. Laut Fred Letailleur, Make-up-Artist aus Paris für Yves Saint Laurent, sind farbige Augen und mattrote Lippen in diesem Herbst ein Muss.

Der Schminkprofi sieht in diesem Umbruch mehr als nur einen Trend. «Das klare Bekenntnis zu mehr Farbe ist eine Befreiung für jede Frau, die es liebt, mit Farben zu experimentieren und so einen eigenen Stil zu definieren», sagt er. «Für alle anderen ist es eine Ermutigung, bezüglich Make-up mehr zu wagen.» Richtig aufgetragen stehe die Farbenpracht jeder Frau und sei viel dezenter, als man erwarten könnte. Oder anders gesagt: Knallrote Lippen mit grünem Lidschatten und violettem Mascara zu kombinieren, klingt wilder, als es ist.

Rote Lippen stehen jeder Frau

Die Berner Tänzerin und Choreografin Maja Brönnimann will es wissen. Normalerweise schminkt sie sich nur für ihre Bühnenauftritte, im Alltag setzt sie auf ungeschminkte Natürlichkeit. Sie bezweifelt, dass sich ihre blauen Augen mit mehr als nur schwarzem Augen-Make-up vertragen – und die schmalen Lippen mit rotem Lippenstift. «Lippenrot», sagt die 32-Jährige, «kann ich nicht tragen.»

Mit dieser Aussage ist Fred Letailleur, der Maja Brönnimann jetzt schminkt, bestens vertraut. «Alle Frauen, die keine natürlich vollen Lippen haben, fürchten sich vor Lippenstift», sagt er. Dabei lasse sich gerade mit Rot so wunderbar schummeln. «Man darf die Lippen durchaus etwas voller malen, als sie sind.»

Was der Profi leicht dahersagt, ist für ungeübte Hände nicht ganz einfach. Denn wenn, dann sollten die «falschen» Lippen schon symmetrisch sein. «Am besten legt man einen Spiegel vor sich auf den Tisch, neigt den Kopf ganz leicht nach hinten und zieht so die Oberlippe sorgfältig nach», rät er. «Und zwar mit der gleichen Farbe, mit der man die Lippen anschliessend ausfüllt.» Die einst so angesagten Konturenstifte wären in diesem Fall zwar praktisch – sie sind aber längst ein No-Go. «Um die Konturen regelmässig hinzukriegen, kann man den Lippenstift mit einem feinen Pinsel auftragen.»

Glanz als Grundierung

Bei jedem Make-up, egal, ob bunt oder schlicht, ist die Grundierung das Wichtigste. Noch vor einem Jahr, als ausdrucksstarke Smokey Eyes und farblos glänzende Lippen im Trend lagen, stumpfte man jede glänzende Hautpartie mit mattem Puder ab. In diesem Herbst soll der Teint wieder leuchten. Das beste Wundermittel, um einen hauchfeinen Hautglanz zu erzeugen, ist «Touche Éclat» (siehe «Getestet»). Der Highlighter, der weder Make-up noch Abdeckstift ist, kaschiert Augenringe, Kinngrübchen und andere Schatten, indem er sie sanft erleuchtet. Aufzuhellen gibt es bei Maja Brönnimann kaum etwas. Lieber betont Fred Letailleur ihre blauen Augen mit Grün und Gold. Und überzeugt die Tänzerin davon , dass ihre Lippen auch abseits der Bühne rot leuchten dürfen.

Beratung und Tests: Vom 22. bis am 27. Oktober können Sie sich bei YSL im Globus Bern gratis schminken und fotografieren lassen.

Genussvoller Make-up-Workshop 31.10., 10.11. und 23.11.

Mit der Espacecard profitieren Sie von 50 Franken Vergünstigung. Bestellen: Tel. 0800 551800 oder unter www.espacecard.ch.

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