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«Mir war klar: Wenn mich nicht bald einer holt, sterbe ich»

Extremsportler Tim Wortmann stürzte in den Alpen 150 Meter in die Tiefe. Eigentlich überlebt man so etwas nicht. Wie er sich den Weg zurück ins Leben erkämpft.

«Seit dem Unfall frage ich mich: Kann ich jemals wieder so glücklich und frei sein?»: Ex-Ultraläufer Tim Wortmann. Foto: Enno Kapitza
«Seit dem Unfall frage ich mich: Kann ich jemals wieder so glücklich und frei sein?»: Ex-Ultraläufer Tim Wortmann. Foto: Enno Kapitza

Die Schaufelspitze im Karwendel im Tirol ist ein unübersichtlicher Berg. Es gibt keine ausgeschilderten Wege, ein kaum erkennbarer Trampelpfad führt durch dichten Wald und verliert sich in einem Labyrinth aus Bergföhren. Wer den Durchschlupf findet, muss noch einige Rinnen, einen Grat und leichte Kletterstellen überwinden, um den 2306 Meter hohen Gipfel zu erreichen. Dementsprechend einsam ist es dort meistens. Vom Gipfelkreuz aus sieht man die benachbarte Bettlerkarspitze, das Sonnjoch, tief unten in der Eng schimmern grüne Wiesen und Almhütten.

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